Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Koalitionskreise schreibt, sollen bei den Preisverhandlungen die Herstellerpreise in Europa stärker berücksichtigt werden. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet unter Berufung auf Unions-Vize-Fraktionschef Johannes Singhammer, dass die Gesundheitspolitiker von Union und FDP zwei zentrale Punkte vereinbaren wollen. Demnach sollen die beiden Verfahren, in denen der zusätzliche Nutzen eines neuen Medikaments bestimmt und sein Preis verhandelt wird, vollständig voneinander getrennt werden.
Die Pharmaunternehmen sollten künftig eigenständig entscheiden können, mit welchem Medikament neue Präparate verglichen werden sollen, um den zusätzlichen Nutzen zu ermitteln, schreibt die "SZ" unter Berufung auf den CSU-Politiker. Bisher mussten die Hersteller den Zusatznutzen im Vergleich zur billigsten vergleichbaren Therapie belegen. Ausschlaggebend bei der Bewertung seien ausschließlich medizinische und wissenschaftliche Kriterien. Bei den Preisverhandlungen müsse das von dem Unternehmen bestimmte Medikament allerdings nicht zur Grundlage genommen werden. Die Koalition wolle einen Automatismus bei den Preisverhandlungen verhindern.


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