Dabei sollen die Mitglieder befragt werden, "wie der sogenannte Sicherstellungsauftrag ausgefüllt werden soll", sagte KBV-Sprecher Roland Stahl. Zur Sicherstellung gehören ein bedarfsdeckendes Versorgungsangebot sowie die Organisation ärztlicher Notdienste. In dem Streit liegen die Positionen von KBV und Krankenkassen noch immer sehr weit auseinander. Die Verhandlungen wurden bis zum 4. Oktober unterbrochen. Zwischenzeitlich hatten die Kassen ihr Angebot zuletzt auf etwa 900 Millionen Euro aufgebessert und damit in etwa verdreifacht. Die KBV, die einen Zuschlag von 3,5 Milliarden Euro fordert, hält das weiterhin für absolut unzureichend. Angedrohte Proteste und Praxisschließungen wurden aber ausgesetzt.
Köhler gegne "Spardiktat"
Für KBV-Chef Andreas Köhler sind die niedergelassenen Ärzte durch den Sicherstellungsauftrag erpressbar geworden. Sie müssten jeden Patienten behandeln, zu aber immer schlechteren Bedingungen. "Wir sind keine raffgierigen Ärzte", sagte er dem Ärztenachrichtendienst. Im Angebot der Kassen sieht Köhler ein "Spardiktat". Die Bedingungen für die niedergelassenen Ärzte seien nicht mehr tragbar: Wenn man alles umrechne, komme man "auf einen Stundenlohn von 14 Euro". Sein Fazit: "Wir sollten das System insgesamt in Frage stellen."


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