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Augurzky-PrognoseKrankenschwestern und Pfleger werden bald mehr verdienen

Die Gehälter von Pflegekräften werden in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen, meint der Krankenhaus-Experte Boris Augurzky vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).

"Bedingt durch den zunehmenden Fachkräftemangel werden einige Krankenhäuser anfangen, gut qualifizierte Pflegekräfte — etwa Intensiv- und OP-Fachkräfte — von anderen Häusern abzuwerben. Und dies wird, wie in anderen Branchen auch, unter anderem über das Gehalt laufen", sagt der Autor des Krankenhaus Rating Reports 2012. Die anderen Kliniken müssten dann mit Gehaltserhöhungen reagieren, um ihre Pflegekräfte zu halten. Eine solche Entwicklung könne bereits einsetzen, wenn nur zehn bis 20 Prozent der Pflegekräfte zum Wechsel bereit seien und dem Angebot der Konkurrenzhäuser folgten.

"Abwerbeaktionen werden zunehmen"
Noch sind deutliche Gehaltserhöhungen in der Pflege nicht möglich, weil das Personalbudget durch die vielen Tariferhöhungen für die Ärzte ausgeschöpft ist. Doch dies wird sich in den nächsten Jahren ändern: Die Krankenhäuser besetzen schon seit einiger Zeit immer mehr Stellen in der Krankenpflege mit Assistenzkräften ohne dreijährige Ausbildung. "Diese sind fast um die Hälfte günstiger als examinierte Kräfte, so dass Geld für die Qualifizierten frei werden würde", sagte Augurzky. Hinzu kommt: Durch gut qualifizierte Pflegekräfte können auch teure Arztstellen eingespart werden. Kluge Krankenhäuser, so meint der Volkswirtschafter, beginnen jetzt, fähige Mitarbeiter in der Pflege aufzubauen, um sie für anspruchsvolle Aufgaben zu qualifizieren und besser bezahlen zu können.

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