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Sorgfalt vor SchnelligkeitLaumann verteidigt Pflegereform

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat Kritik an der geplanten Pflegereform zurückgewiesen.

Unter anderem der Sozialverband VdK wirft Schwarz-Rot vor, die volle Berücksichtigung Demenzkranker unnötig zu verzögern. "Diese Kritik ist fahrlässig und auch unberechtigt", sagte der CDU-Politiker den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Donnerstag).

Die Regierung habe zügig die erste Stufe der Pflegereform auf den Weg gebracht. Parallel dazu werde mit Hochdruck an der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs gearbeitet. "Die Umsetzung ist nicht vor 2017 zu schaffen. Hier geht Sorgfalt vor Schnelligkeit", sagte Laumann. Schließlich gehe es um eine grundlegende Reform des Systems mit 2,5 Millionen Pflegebedürftigen, fast einer Million Beschäftigten und knapp 25 000 Einrichtungen.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch einen Gesetzentwurf für umfassende Veränderungen in der Altenpflege beschlossen. Geplant sind zwei Reformstufen. Angehörige, Betroffene und Pfleger sollen ab 2015 unter anderem von höheren Leistungen und mehr Betreuungspersonal profitieren. Zwei Jahre später sollen dann deutlich mehr Menschen Geld aus der Pflegeversicherung bekommen, vor allem Demenzkranke./wn/DP/stk

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