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UniklinikenMarburger Bund fordert 6,5 Prozent mehr für Ärzte

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) fordert für die rund 18.000 Ärzte der Unikliniken 6,5 Prozent mehr Gehalt sowie mehr Geld für Nachtarbeit und an Samstagen.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und dem Marburger Bund findet am 12. März 2013 in Berlin statt. "Die Universitätskliniken erwirtschaften aufgrund ihrer Leistungsstruktur höhere Erlöse als andere Klinikträger. Es ist deshalb nicht zu akzeptieren, dass die Ärztegehälter in Unikliniken deutlich hinter denen in kommunalen Krankenhäusern und anderen Kliniken zurückbleiben", sagte Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes. Besonders groß falle der Unterschied zwischen den Unikliniken und anderen Klinikträgern bei den Zuschlägen für Samstagsarbeit aus. Bisher erhalten Uniklinik-Ärzte für die Zeit von 13 bis 21 Uhr einen Zuschlag von 64 Cent pro Stunde. Der Marburger Bund fordert eine Erhöhung des Zuschlag für Samstagsarbeit auf 20 Prozent des individuellen Stundenentgelts für die gesamte Zeit des Tages (0 bis 24 Uhr). Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Ärzte an Unikliniken derzeit einen Zuschlag von 20 Prozent des individuellen Stundenentgelts, der MB will 25 Prozent.

Der Marburger Bund verhandelt mit der TdL über den Entgelttarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte (TV Ärzte) in 20 Universitätskliniken der Länder. Seit der letzten Tarifrunde 2012 fallen auch die Ärzte im Justizvollzug der Länder unter den TV Ärzte. Eine Sonderstellung nehmen die nichtlandeseigenen Unikliniken ein, die nicht dem Tarifbereich der TdL angehören. So befindet sich beispielsweise das Uniklinikum Mannheim in städtischer Hand und das Uniklinikum Gießen und Marburg im Besitz des privaten Krankenhauskonzerns Rhön. Auch andere große Unikliniken unterliegen nicht dem TV Ärzte, beispielsweise die Berliner Charité, die Universitätsklinik Frankfurt am Main, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und die Universitätsmedizin Mainz. Zum Tarifbereich der TdL gehören in dieser Tarifrunde folgende Häuser:

•Universitätsklinikum Aachen
•Universitätsklinikum Bonn
•Universitätsklinikum Düsseldorf
•Universitätsklinikum Erlangen
•Universitätsklinikum Essen
•Universitätsklinikum Freiburg
•Universitätsmedizin Göttingen
•Medizinische Hochschule Hannover
•Universitätsklinikum Heidelberg
•Universitätsklinikum Jena
•Universitätsklinikum Köln
•Universitätsklinikum Magdeburg
•Klinikum rechts der Isar der TU München
•Klinikum der Universität München
•Universitätsklinikum Münster
•Universitätsklinikum Regensburg
•Universitätsklinikum Tübingen
•Universitätsklinikum Ulm
•Universitätsklinikum Würzburg
•Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Standorte Kiel und Lübeck)

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