Die niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) genehmigte den Landesbasisfallwert 2013. Damit stieg die durchschnittliche Vergütung pro Patient von 2.945,98 auf 3.016 Euro. Darauf hatten sich zuvor die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) und die Krankenkassen geeinigt. Diese Zahlung lag bisher in einigen anderen Bundesländern deutlich höher als in Niedersachsen. Die Erhöhung sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber nicht ausreichend, um die erheblichen finanziellen Probleme der Krankenhäuser zu lösen, erklärten die Gesundheitsministerin und NKG-Direktor Helmut Fricke. Das Land werde sich beim Bund für eine bessere Finanzierung der niedersächsischen Krankenhäuser stark machen. Aufgrund ihrer Finanznot hatten sich die Kliniken im Land zu einem Protestbündnis zusammengeschlossen.
Nach der jüngsten Umfrage der NKG schrieben mehr als die Hälfte der Krankenhäuser im Land 2012 rote Zahlen, für dieses Jahr rechnen mehr als zwei Drittel aller Häuser mit einem Verlust. An der Umfrage hatten sich 158 von 195 Kliniken beteiligt. Die Krankenhausgesellschaft beklagt zudem einen Ärztemangel sowie das Fehlen von qualifizierten Fachkräften in der Pflege.


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