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Illegaler Organhandel in ChinaNiere für iPhone

China geht gegen illegalen Organhandel vor, doch gibt es weiter einen Schwarzmarkt.

Wanderarbeiter verkaufen eine Niere für 20.000 bis 30.000 Yuan (umgerechnet 2500 bis 3800 Euro) an skrupellose Organhändler. Schlagzeilen machte im vergangenen Jahr ein 17-jähriger Junge, der eine Niere verkaufte, um sich ein iPad und iPhone kaufen zu können. Er zahlte - wie viele andere - mit schweren gesundheitlichen Komplikationen, die ihm verschwiegen worden waren.

Organhandel ist ein einträgliches Geschäft. Patienten zahlen zwischen 300 000 und 600 000 Yuan (umgerechnet 38 000 bis 76 000 Euro) für eine solche illegale, "schwarze Niere". Es hatte sich sogar ein "Transplantationstourismus" entwickelt. Reiche Ausländer reisten nach China, um sich neue Nieren oder eine Leber einpflanzen zu lassen. Bis zu 400 in einem Jahr, wie das Gesundheitsministerium berichtet.

Doch sind Transplantationen bei Ausländern heute nicht mehr erlaubt. Ein neues Organverteilungssystem, das schrittweise aufgebaut wird, soll alle Transplantationen im Land überwachen und auch durch ein größeres Angebot die illegalen Versorgungsketten unterbrechen.

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