Dies beschloss der Landtag in Saarbrücken fast einstimmig. Vom 1. Mai an soll der Ombudsmann Ansprechpartner für mehr als 35 000 Patienten, ihre Angehörigen und das Pflegepersonal sein. Zudem soll er Pflegekonferenzen organisieren und dem Landtag alle zwei Jahre einen Bericht vorlegen. Das Amt soll voraussichtlich zum 1. Mai der ehemalige Neunkircher Arbeitsrichter Nikolaus Schorr übernehmen. Die Landespolitik reagiert damit auf einen Skandal in einem Pflegeheim in Spiesen-Elversberg. Dort sollen Pfleger Patienten über einen längeren Zeitraum systematisch misshandelt haben. Der saarländische Pflegebeauftragte arbeitet ehrenamtlich und ist nicht an Weisungen gebunden.
Sozialminister Andreas Storm (CDU) betonte, der Pflegebeauftragte müsse die größtmögliche Unabhängigkeit erhalten, damit er notfalls auch "dem Sozialminister auf die Füße treten" könne. Als bisher einziges Bundesland hatte Bayern einen Pflegebeauftragten, der aber dem Sozialministerium unterstellt ist. Storm kündigte zudem für die kommenden Monate eine Imagekampagne für die Pflegekräfte an.


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