Der Bundesverband Pflegemanagement schreibt dem SPD-Politiker: "Mit Spannung sehen wir den Bundestagswahlen im September entgegen. Ver-bunden mit der klaren Erwartung, dass die künftige Regierung das Thema Pflege endlich zur Chef-Sache erklären wird." Obwohl der Pflege immer mehr Aufgaben im Versorgungsprozess übertragen würden, spiegele sich dies weder in den Gehaltsstrukturen noch in der Anerkennung der Leistung durch Politik und Gesellschaft wieder, so der Verband .
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Weiter heißt es in dem Schreiben: "Vielmehr wird die Pflege immer wieder für Einsparpotenziale herangezogen, während es der Ärzteschaft schon allein wegen der längst etablierten Selbstverwaltung immer wieder gelingt, die Gehälter nach oben zu schrauben. In der Politik werden Mindestlöhne, Manager-Gehälter und Kanzlergehälter diskutiert. Wir meinen, es ist höchste Zeit, die Arbeitsbedingungen derer zu diskutieren, auf deren Unterstützung ein Großteil von uns in nicht allzu weiter Zukunft angewiesen sein wird. Wenn aber erst einmal der eigene Bedarfsfall eingetreten ist, ist es zweifelsohne zu spät, sich für eine grundlegende Reform in der Pflege einzu-setzen. Einer der Kommentare zu Ihrem Vorstoß in Sachen Kanzlergehalt basierte darauf, dass Manager- und Politikergehälter per se nicht zu vergleichen wären. Denn ein Teil der Entlohnung der Politiker wäre die Aufmerksamkeit, die ihnen zu Teil wür-de. Das impliziert jedoch, dass das Grundgehalt bereits auf einem Niveau ist, das den Lebensunterhalt ausreichend sichert, und dass eine entsprechende Anerkennung gegeben ist. Beides Fehlanzeige bei der Profession Pflege. Nur dank der Tatsache, dass berufliche Pflegende ihren Beruf zumeist aus voller Überzeugung ergreifen und so mit einem Höchstmaß an Engagement ausüben, ist der aktuelle Standard überhaupt noch haltbar."


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