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Absage an "Kirchturmdenken"Rechnungshof fordert Kooperation kommunaler Kliniken in Hessen

Der Landesrechnungshof fordert eine Kooperation der kommunalen Kliniken in Hessen, um deren wirtschaftliches Überleben zu sichern.

Gerade im Rhein-Main-Gebiet sei die Lage einiger Häuser kritisch, sagte der künftige Präsident der Behörde, Walter Wallmann. Die sieben untersuchten Kliniken schlossen 2011 mit einem Minus von 79 Millionen Euro ab. Die Häuser stünden oft miteinander im Wettbewerb, anstatt ihre medizinischen Leistungen zu koordinieren. Dafür müssten indes die kommunalen Träger ihr "Kirchturmdenken" aufgeben, forderte Wallmann. Der Medizinprofessor Claus Bartels, berechnete, dass die Kliniken bei besserer Steuerung 500 oder sogar 1000 Betten einsparen könnten.

Apotheken, Medizintechnik und Verwaltungen zusammenlegen
Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hofft, die kommunalen Krankenhäuser in einer Holding zusammenzufassen. Die Kliniken könnten schon mit kleinen Schritten wie der Zusammenlegung von Apotheken, Medizintechnik oder Verwaltungen sparen, sagten Bartels und Wallmann. Die Landtagsopposition hat in den vergangenen Jahren kritisiert, dass die Regierung sich aus der medizinischen Bedarfsplanung und der Koordination weitgehend zurückgezogen hat.

Rechnungshof mit HSK-Situation unzufrieden
Der Rechnungshof kritisierte, dass die Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken nach dem Teilverkauf an die private Rhön Klinikum AG 2012 nicht mehr geprüft werden dürfen. "Da ist weiter sehr viel öffentliches Geld drin, und da muss eine öffentliche Prüfung möglich sein", sagte der scheidende Rechnungshofpräsident Manfred Eibelshäuser. Die Behörde will ihr Prüfrecht über eine Änderung der Hessischen Gemeindeordnung zurückerobern.

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