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AnkündigungRegierungskommission zur Krankenhausreform in Planung

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach hat auf der Jahrestagung des Verbandes der Krankenhausdirektoren (VKD) angekündigt, eine Regierungskommission zur Krankenhausreform mit unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen an den Start zu bringen.

Prof. Karl Lauterbach
Susie Knoll

Prof. Karl Lauterbach

Wenn es nach Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach geht, soll zeitnah eine Regierungskommission zur Krankenhausreform mit unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen aus den Bereichen Medizin, Epidemiologie, Ökonomie und der Rechtswissenschaften ihre Arbeit aufnehmen. Hierauf reagiert die Bayerische Krankenhausgesellschaft positiv.

Kliniken müssten ein klares Bild bekommen, um ihre Zukunftskonzepte zur besseren Leistungskoordination, zur Stärkung der klinisch-ambulanten Versorgung, einer zukunftsorientierten Fachkräfteentwicklung und zur digitalen Vernetzung darauf ausrichten zu können.

„Die Kliniken brauchen für den im Koalitionsvertrag genannten Transformationsprozess zeitnah ein verbindliches politisches Ziel vom Bund und den Ländern und für die Zeit des Umbruchs eine faire Budgetabsicherung“, fordert BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen zur Ankündigung des Bundesgesundheitsministers.

Fehlende digitale Kompetenz?

Die bayerischen Kliniken befürchten jedoch, dass in der Regierungskommission die nötige digitale Kompetenz fehlt, um eine Leistungsvernetzung für Patientinnen und Patienten regional gestalten zu können. „Wirksame Versorgung über die Sektorengrenzen hinweg und Leistungsabstimmung zwischen Kliniken und Praxen funktioniert nur mit den Möglichkeiten der Digitalisierung“, betont Christina Leinhos, Geschäftsbereichsleiterin Digitalisierung und stellvertretende Geschäftsführerin der BKG.

Sie ergänzt: „Die elektronische Fallakte muss ein Herzstück der vernetzten Gesundheitsversorgung der Zukunft über die Telematikinfrastruktur werden, um insbesondere chronisch kranke Menschen multiprofessionell und qualitätsorientiert versorgen zu können. Dies darf in der künftigen Regierungskommission nicht vergessen werden.“

Die ambitionierten digitalen Vorhaben im Gesundheitswesen der letzten Bundesregierung sind aus Sicht der BKG ins Stocken geraten, weil sie isoliert an den Versorgungsbedarfen vorbei angestoßen worden sind. Jetzt darf es aber nicht passieren, dass die Versorgung ohne die nötigen digitalen Vernetzungsgrundlagen weiterentwickelt werden.

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