Nach der geplatzten Übernahme der fränkischen Klinikkette durch Fresenius arbeitet der Rhön-Gründer weiter an der Schaffung eines Kliniknetzwerks. "Unser Versuch war nicht der letzte, sondern nur der erste", erklärte Münch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Rhön-Großaktionär Münch gibt sich kämpferisch: "Was wir daraus gelernt haben: Wenn einer schnell läuft, kann man ihm auch gut ein Bein stellen." Der Klinik-Konkurrent Asklepios war im Juni 2012 mit gut fünf Prozent bei Rhön eingestiegen und hatte damit die 3,1 Milliarden Euro schwere Übernahme der Klinikkette durch den Medizingiganten Fresenius verhindert. "Das nächste Mal gehen wir deshalb mit Eisenschienen an den Beinen ins Rennen - aber wieder mit dem gleichen Tempo", kündigte Münch an. "Grundsätzlich hat sich nichts geändert", so Münch, im Moment "glühen die Drähte". Die Rhön-Aktie kletterte nach den Münch-Statements um 1,2 Prozent auf 16,06 Euro.
Kartellamt fällt wichtige Entscheidung
Die neue Rhön-Vorstandsspitze hatte bereits im Januar erklärt, dass sie weiter auf eine Zusammenarbeit mit der Konkurrenz setzt und Gespräche mit den Großaktionären Asklepios, B. Braun, Fresenius und den Sana-Eigentümern führen will. Mit einer schnellen Lösung rechnet das Management um Rhön-Vorstandschef Martin Siebert aber nicht. Eine richtungsweisende Entscheidung könnte das Bundeskartellamt am Freitag fällen. Es entscheidet über den Plan von Asklepios, die Beteiligung an Rhön auf über zehn Prozent aufzustocken. Bekommt Asklepios grünes Licht, könnte der Konzern eine Übernahme von Rhön dauerhaft verhindern, da bei der Klinikkette laut Satzung mehr als 90 Prozent Zustimmung für wichtige Entscheidungen notwendig sind.


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