Das berichtet die "Rheinische Post". Die Landesregierung scheue aber davor zurück, konkret zu werden, kritisiert der CDU-Politiker Peter Preuss. Angesichts der Qualitätsanforderungen stelle sich für manche Krankenhäuser sogar die Frage, "ob sie unter Berücksichtigung des Personals, der Kapazitäten, der Räumlichkeiten und der weiteren Vorgaben überhaupt existenzberechtigt sind", so Preuss in der "Rheinischen Post". Wenn eine Klinik nicht weiter als 20 Kilometer vom Wohnort entfernt sein soll, dann würden vor allem Häuser in Ballungszonen betroffen sein, vermutet Preuss. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) erklärte, es gebe keine Vorfestlegung auf Regionen oder Siedlungsstrukturen. In der Geburtshilfe beispielsweise könne überall dort ein Abbau erfolgen, wo die Geburtenzahlen oder die Auslastungen der Häuser seit Jahren konstant rückläufig seien.
Laumann: "Jonglieren mit Betten ist überholt"
Dem Krankenhausplan zufolge sollen die Bettenkapazitäten in den Bereichen Erwachsenen-, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Geriatrie (Altersmedizin) und Neurologie noch aufgestockt werden. Dagegen sei in den Bereichen Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten und Strahlentherapie wegen verstärkter ambulanter Behandlung ein Abbau möglich. CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann, der bis 2010 NRW-Gesundheitsminister war, hält indes das Jonglieren mit Bettenzahlen für überholt. Das interessierte nicht mehr, weil die Krankenhäuser inzwischen Pauschalen pro Krankheitsfall bekommen. Laumann: "Wenn ich Minister wäre, dann wäre von Betten keine Rede mehr."


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