Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer, forderte dringende finanzielle Hilfe für die Kliniken noch im ersten Halbjahr 2013: "Die Lage der Krankenhäuser spitzt sich zunehmend zu einem Problem von nationaler Tragweite zu. Die Kliniken können flächendeckend nicht mehr den Kostenanstieg und die Tariflohnsteigerungen aus den gesetzlich gedeckelten Versorgungspreisen bezahlen." In Anwesenheit der gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen und der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, erklärte Dänzer: "Es geht auch darum, ein Zeichen der Wertschätzung für die Beschäftigten in den Krankenhäusern zu setzen. Die Kliniken wollen, dass sie an der allgemeinen Tariflohnentwicklung teilhaben können." Stellvertretend für die 2.045 Krankenhäuser und 1,1 Millionen Mitarbeiter berichteten insgesamt zehn hochrangige Klinikmanager über die finanziellen Schwierigkeiten der stationären Patientenversorgung:
- Joachim Finklenburg, Geschäftsführer Klinikum Oberberg
- Karl-Heinz Vorwig, DIAKO Flensburg
- Alfons Vogtel, Saarland-Heilstätten GmbH
- Schwester Irmgard Stallhofer, GKlinik Dritter Orden München
- Dr. Thomas Beushausen, Kinderkrankenhaus auf der Bult
- Helmuth Schillinger, Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser
- Andreas Tecklenburg, Medizinische Hochschule Hannover
- Jürgen Lux, Klinikum Stuttgart
- Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis
- Iris Hauth, Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee
Klinikmanager fragen: "Was haben wir euch eigentlich getan?"
DKG startet Kampagne: Wir sind das Krankenhaus
Alle Redner bezeichneten als ursächlich für die schlechte finanzielle Situation vieler Kliniken die unzureichenden Vergütungsregelungen und die gesetzlich verfügten Kürzungen. Der Krankenhausgipfel verabschiedete die Berliner Petition für eine faire Krankenhausfinanzierung, mit der die Kliniken an die Bundesregierung und die sie tragenden Koalitionsparteien appellieren
- den Krankenhäusern sofort noch im laufenden Jahr zu helfen,
- ihnen keine weiteren Mittel zu entziehen,
- die Vergütungen für 2013 so anzuheben, dass die unabwendbaren Kostensteigerungen refinanziert werden können,
- die Preisminderungen bei steigenden Leistungen (doppelte Degression) für 2014 zu beenden.


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