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RemdesivirSpahn fordert Lieferfähigkeit von Coronamittel-Hersteller

Jens Spahn fordert trotz eines Großeinkaufs der USA weiterhin die Lieferfähigkeit des Coronamedikaments Remdesivir. Er erwarte vom Hersteller Gilead Sciences, "dass Deutschland und Europa versorgt werden, wenn es um ein solches Medikament geht."

Arzneimittel
Benjaminnolte/stock.adobe.com
Symbolfoto

Die Forderung formulierte der Bundesgesundheitsminister am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Der Bedarf für die kommenden Wochen sei ohnehin gesichert, hieß es weiter. In der Zentralapotheke des Bundes gebe es entsprechende Reserven.

Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September 2020 anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500 000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen.

Erst vergangene Woche hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine Zulassung für das Mittel unter Auflagen in Europa empfohlen. Eine Entscheidung durch die EU-Kommission wird noch diese Woche erwartet. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte hier aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen.

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