Nach Manipulationsgeständnis

DAK distanziert sich von Jens Baas

Nach seinem Manipulationsgeständnis wächst die öffentliche Ablehnung gegen Jens Baas offensichtlich weiter. Die DAK-Gesundheit hat sich auf kma Anfrage deutlich vom TK-Chef distanziert.

Foto: DAK-Gesundheit

Zentrale der DAK-Gesundheit

"Die Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der 'Techniker' teilen wir nicht", hieß es aus Hamburg. Die Feststellung und Unterstellung, "alle Kassen" würden Arztdiagnosen "manipulieren" und Patienten so bewusst "kränker machen", um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten, weist die DAK-Gesundheit entschieden zurück. Entsprechende Aussagen hatte der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gemacht.

Es sei richtig, dass auch bei der DAK-Gesundheit Mitarbeiter damit beschäftigt sind, Ärzte beim Kodierverhalten zu beraten, erklärte Pressesprecher Rüdiger Scharf: "Für uns ist es wichtig, dass die Indikationen korrekt kodiert werden, da die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds davon abhängig sind." Dies sei nicht nur für die DAK-Gesundheit notwendig, sondern grundsätzlich für alle Kassen.

"Der DAK-Gesundheit geht es aber nicht um das sogenannte 'Upcoding', sondern um das richtige Kodieren", betont Scharf: "Wir haben deshalb in unseren Hausarzt- und Selektivverträgen standardmäßig eine Verpflichtung der Ärzte zu einer korrekten Kodierung vereinbart." Die in diesen Verträgen vereinbarte Vergütung enthalte auch die sachgerechte Kodierung. Das Vorgehen der DAK-Gesundheit bei der Kodierberatung, so Scharf, sei eng mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Bundesversicherungsamt (BVA), abgestimmt.

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