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Ungedeckte Kosten in MillionenhöheUKSH wartet auf Ausgleich für EHEC-Kosten

Die EHEC-Epidemie vor zwei Jahren hat mehrere Menschen das Leben gekostet. Vor allem die Unikliniken hatten damals alle Hände voll zu tun.

Quarantäne-Stationen wurden eingerichtet, Betten freigehalten und auf den Intensivstationen zahlreiche Sonderschichten geschoben. Die Investitionen in Millionenhöhe fordern die Krankenhäuser seit langem zurück. Die Erfolgsaussichten sind bislang gering, berichtet der "Norddeutsche Rundfunk" (NDR).

So habe die Uniklinik Schleswig-Holstein von den gesetzlichen Krankenkassen für den Mehraufwand während er EHEC-Krise einen Pauschalbetrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhalten, was lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein sei, beklagt UKSH-Sprecher Oliver Grieve gegenüber dem NDR 1 Welle Nord. Das Unilkinikum sitzt demnach auf ungedeckten Kosten in Höhe von vier Millionen Euro und verlangt einen Ausgleich. "Wir fordern, dass ähnlich wie in anderen Krisensituationen, die Regierung die Kosten ausgleicht, die dem Universitätsklinikum entstanden sind", sagte Grieve NDR 1 Welle Nord. "Es kann nicht angehen, dass hier die Ärzte und Pfleger Tag und Nacht Menschenleben gerettet haben. Und jetzt als Dank auf den Kosten sitzen bleiben."

Der Verband der Uniklinken hat bereits einen entsprechenden Vorstoß gemacht und die Politik aufgefordert, einen Notfallfonds einzurichten. Dieser soll in Ausnahmesituationen solche Finanzierungslücken schließen. Sowohl die Bundesregierung als auch ein Großteil der Bundesländer haben sich aber dagegen ausgesprochen.

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