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PatientensicherheitVerdi warnt vor zu dünner Nachtdienst-Besetzung in Kliniken

Die Gewerkschaft Verdi warnt vor einem ständigen Engpass bei Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern.

Deutschlands Krankenhäuser sind nach Auffassung der Dienstleistungswerkschaft Verdi während der Nacht gefährlich unterbesetzt. Eine deutschlandweite Stichprobe der Gewerkschaft in 225 Krankenhäusern habe ergeben, dass in rund 55 Prozent der abgefragten Kliniken eine Pflegekraft 25 Patienten betreute. Höchst bedenklich seien die Ergebnisse auf den Intensivstationen, wo durchschnittlich eine Pflegekraft 3,3 Patienten versorgte. "Das ist extrem fahrlässig", kritisierte Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand. Sie forderte stärkere Investitionen der Krankenhäuser in das Pflegepersonal. 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) wies die Kritik von Verdi kategorisch zurück und sprach von einer "absolut unseriösen Grundlage" zur Beurteilung der Pflegesituation in deutschen Krankenhäusern. Die Gewerkschaft habe weder eine medizinische Kontrollfunktion und zum anderen schon gar keine medizinische Beurteilungskompetenz, kritisierte die DKG. Es steht zwar außer Frage, dass in den Häusern personelle Engpässe existierten und zirka 5.000 Stellen in der Pflege unbesetzt seien. Der Grund dafür sei aber nicht das Einsparen von personalkosten, sondern der herrschende Mangel an Pflegekräften. 

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