Damit lasse sich der Ärztemangel nicht lösen. Außerdem werde der medizinische Nachwuchs durch solche Zwangsmaßnahmen von einer Niederlassung abgeschreckt, erklärte der Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, Wieland Dietrich, am Donnerstag in Essen. "Vertragsärzte sind Freiberufler und keine Untertanen der Kassenärztlichen Vereinigungen." Es sei eine Zumutung, von Freiberuflern das Abarbeiten von Patienten im Minutentakt zu fordern.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Thüringen will aufgrund des Mangels an bestimmten Fachärzten in einigen Regionen Praxen zur Behandlung von Patienten verpflichten. In entsprechenden Briefen sollen Arztpraxen mit "druckvoller Bitte" zur Aufnahme neuer Patienten bewogen werden. "Wir reden hier von wenigen Einzelfällen", betonte KV-Geschäftsführer Matthias Zenker. Der KV liegen nach eigenen Angaben 37 Fälle vorrangig aus Gera und Suhl vor, in denen Patienten keinen behandelnden Augenarzt im Umkreis ihres Wohnsitzes finden konnten.


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