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Gesundheit NordhessenWett fordert Kaisers Rücktritt

Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser (SPD) soll sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinik-Konzerns Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) niederlegen, fordert die CDU. Bei der Abwahl Gerhard Sontheimers sei er mit seinem Plan, ihn im Amt zu halten, gescheitert.

Nach dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Norbert Wett steht der Bürgermeister Kassels vor dem Scherbenhaufen seiner Politik. Da Kaiser auch bei dem Verkauf des Freibades Wilhelmshöhe versagt habe, fordert die CDU ihn laut der Regionalzeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" außerdem auf, auch als Bürgermeister zurückzutreten. Die CDU wirft Kaiser vor, dass er die Genossen nicht doch noch von dem Konzern-Chef überzeugen konnte. Darüber hinaus habe es Kaiser versäumt, Sontheimer ein Signal zu geben, dass die Arbeitnehmerseite gegen ihn stimmen werde. Sontheimer hatte im Aufsichtsrat nicht die Stimmen der Arbeitnehmerseite für seine Wiederwahl erhalten. Sie warfen dem Klinik-Chef vor, ein Wirtschaftsfachmann zu sein, der nicht mit Menschen umgehen könne. Auch Landrat Uwe Schmidt und Kämmerer Jürgen Barthel (beide SPD) sowie die Vertreter der Grünen hatten im Aufsichtsrat in zwei Wahlgängen gegen Sontheimer gestimmt. Wett, der einräumt, kein Fan von Sontheimer zu sein, befürchtet, dass kein kompetenter Nachfolger gefunden wird. Als Konsequenz könnte die in kommunaler Hand geführte GNH rote Zahlen schreiben.

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