Die DKG will damit Politik und Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass mehr Geld in die Krankenhausmedizin fließen muss. "Wenn es immer mehr Krankenhäusern schlecht geht, ist das ein Problem von nationaler Tragweite. Die Krankenhäuser brauchen Hilfe", erklärt DKG-Präsident Alfred Dänzer bei der Vorstellung eines Kampagnengroßplakats am Berliner Hauptbahnhof. Es könne nicht sein, dass die Kliniken - trotz Milliardenüberschüssen bei den Krankenkassen - dauerhaft unterfinanziert blieben. Die Kampagne "Wir alle sind das Krankenhaus - faire Krankenhausfinanzierung" sei ein Aufruf zur öffentlichen Diskussion. "Wir müssen dringend einen Denkprozess in Gang setzen, damit die Fakten und Realitäten in unseren Kliniken von der Politik sachgerecht wahrgenommen werden", so der DKG-Präsident.
Kliniken wollen Öffentlichkeit über ihre Situation informieren
Das Hauptproblem für die Kliniken ist die Refinanzierung der Kosten bei gleichzeitig weiter stattfindenden Kürzungen in Milliardenhöhe. Die Kosten der Krankenhäuser stiegen seit Jahren schneller als die Vergütungen. Für 2013 gibt die Koalition den Kliniken einen Zuwachs der Vergütungen per Gesetz von unter zwei Prozent vor - bei Gesamtkosten der Häuser von vier Prozent und mehr. Diese immer weiter auseinanderklaffende Kosten-Erlös-Schere bringt die Kliniken in finanzielle Bedrängnis. Gesetzliche Kürzungen verschärfen das Problem zusätzlich: "Der stationäre Sektor könnte besser dastehen, wenn die Koalition den Kliniken nicht für die Jahre 2011 bis 2014 rund 2,1 Milliarden Euro entziehen würde", sagte der DKG-Präsident.
Die Krankenhäuser werden in den kommenden Monaten bundesweit detailliert über ihre Situation informieren. Auf einem Krankenhausgipfel am 19. Februar 2013 will die DKG die problematische Lage der Kliniken nach Berlin zu tragen.


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