Der Verband möchte "die stationäre Versorgung in Deutschland noch stärker als bisher an Qualitätsaspekten auszurichten." Es müsse Krankenkassen künftig möglich sein, qualitativ gute Krankenhäuser besser zu bezahlen, dafür aber andere gar nicht", sagt Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes. Die AOK will für ihre Versicherten künftig Verträge für bestimmte planbare Eingriffe mit den Krankenhäusern abschließen, die eine gute Qualität bei Operationen vorweisen. Die Behandlungsqualität möchte die AOK mit dem eigens entwickelten Verfahren QSR (Qualitätssicherung mit Routinedaten) bewerten. Deh erklärt dazu: "Damit lässt sich sehr gut nachvollziehen, was bis zu einem Jahr nach dem Krankenhausaufenthalt eines Patienten passiert. Die Grundlage dafür bilden, wie gesagt, Routinedaten - Daten also, welche die Krankenkassen aus den Abrechnungen und Dokumentationen der Kliniken routinemäßig erhalten. Dazu gehören zum Beispiel Angaben zur Sterblichkeit - das heißt zur Frage, ob der Patient innerhalb von 30 Tagen, 90 Tagen oder einem Jahr nach dem Krankenhausaufenthalt verstorben ist." Zudem werden Revisionsraten, Wiederaufnahmen, Verlegungen sowie Angaben zur Weiterbehandlung beim niedergelassenen Arzt berücksichtigt.
Prinzip Bauchladen
Wie die kma berichtete, belegt eine Studie zur Behandlungsqualität, dass der Trend zur Spezialisierung in deutschen Kliniken nicht angekommen ist: Viele Häuser führen weiterhin komplexe Eingriffe in sehr geringer Anzahl durch.


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