Eine Machbarkeitsstudie, in der eventuelle Erweiterungsbauten auf den beiden Grundstücken untersucht werden, wird offenbar nicht mehr vor der Sommerpause 2014 fertig, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Dies bedeute eine Verzögerung um fast ein Jahr. Ursprünglich wollte der Stadtrat bereits im Oktober diesen Jahres über die Ergebnisse diskutieren.
Stadt gibt Harrison Mitschuld für die Verzögerung
Schuld an der Verzögerung sind nach Angaben des Gesundheitsreferats der Stadt die gesetzlichen Fristen bei einer europaweiten Ausschreibung sowie die Geschäftsführung des Klinikums, die für die Ausarbeitung des Anforderungskatalogs deutlich länger brauchte als eigentlich geplant. Der Vorstand um Chefin Elizabeth Harrison habe es zudem versäumt, die Stadtverwaltung über die im August erfolgte Ausschreibung zu informieren, obwohl das eigentlich so abgesprochen war. Der Klinikvorstand wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. "Die Geschäftsführung möchte zunächst den Stadtrat in seiner kommenden Sitzung umfassend über den aktuellen Sachstand der Machbarkeitsstudie informieren", erklärte das Klinikum gegenüber kma.
Umstrittene Sanierung
Die Erweiterungsbauten sollen unter anderem als Ausweichquartiere während der Sanierung der beiden Stammhäuser in Schwabing und Bogenhausen dienen. Doch auch die Sanierung ist umstritten: Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, haben Untersuchungen ergeben, dass aus wirtschaftlicher Perspektive eine Renovierung der beiden Häuser bei laufendem Betrieb nicht sinnvoll ist. Zudem gilt die Pavillonbauweise in Schwabing als chronische Defizitquelle. Eine Fusion, aus Sicht vieler Experten die einzig sinnvolle Lösung, ist allerdings vom Tisch. Die Stadt könnten keine geeigneten Grundstücke zur Verfügung stellen, heißt es in dem SZ-Bericht.


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