Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

BehandlungsfehlerErmittlungen nach Tod eines Herzpatienten eingestellt

Sechs Jahre nach dem Tod eines 41-jährigen Herzpatienten in einer westpfälzischen Klinik ist der Fall juristisch abgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken habe Ermittlungen gegen Verantwortliche der Klinik wegen möglicher Organisationsmängel eingestellt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Eberhard Bayer am Mittwoch in Zweibrücken und bestätigte einen Bericht der Zeitung "Pfälzischer Merkur". Der Patient war 2007 nach einer Herzkatheter-Operation in der folgenden Nacht auf der Intensivstation gestorben. Er sei innerlich verblutet, sagte Bayer.

Gedbuße von 3.000 Euro reicht aus
Das Verfahren gegen die damalige Ärztin wegen fahrlässiger Tötung war im November 2012 vor dem Amtsgericht Zweibrücken gegen Zahlung einer Geldbuße von 3.000 Euro eingestellt worden. Sie habe zwar einen Fehler gemacht, weil sie die Blutungen bei dem Patienten nicht rechtzeitig erkannt habe, sagte Bayer. Es sei aber nicht nachzuweisen gewesen, dass ihr Fehlverhalten unmittelbar zum Tod des Mannes geführt habe.

Klinik zahlt Millionen an Entschädigung
Die Ermittlungen gegen Klinikverantwortliche seien Anfang dieses Jahres eingestellt worden, weil "wir keinen kausalen Zusammenhang zwischen eventuell vorliegendem Organisationsverschulden und dem Tod des Patienten feststellten konnten", sagte Bayer. Die Familie des Patienten soll von der Versicherung des Krankenhauses mit drei Millionen Euro entschädigt worden sein.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen