Der Mediziner legte Berufung zum Oberlandesgericht (OLG) nach Schleswig ein. Das bestätigte am Freitag ein Sprecher des Kieler Landgerichts. Die Familie des heute siebenjährigen Kindes fordert mindestens eine Million Euro Schadenersatz.
Jeremy war 2007 als Notfall mit 40 Grad Fieber zu dem Kinderarzt gekommen. Statt einer lebensgefährlichen Hirnhautentzündung stellte der Mediziner aber nur eine Magen-Darm-Erkrankung fest. Der Junge erlitt eine schwere Blutvergiftung. Um ihn zu retten, mussten Beine und Fingerglieder amputiert werden. Die Arzthaftungskammer des Kieler Landgerichts hatte Ende August einen groben Behandlungsfehler festgestellt und den Arzt grundsätzlich zu Schadenersatz und Schmerzensgeld verurteilt. Die Höhe der Ansprüche des Jungen müssten in weiteren Verhandlungen ermittelt werden, hatte der Vorsitzende Richter erklärt.


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