Investitionsoffensive

110 Millionen Euro EIB-Darlehen für Dräger

Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt Dräger mit einem Darlehen von bis zu 110 Millionen Euro. Mit ihren Finanzierungen trägt die EIB dazu bei, die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen.

European Investment Bank

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Hauptsitz der EIB

Das Darlehen der EU-Bank wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa, abgesichert. Bei dieser auch als „Juncker-Plan“ bekannten Initiative arbeiten die EIB und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammen.

Dräger investiert die neuen Mittel im Bereich Medizintechnik in die Forschung für lebenserhaltende Apparate, wie etwa Anästhesie-und Beatmungsgeräte. Im Bereich medizinische Systeme wird es sich auf die Neu-und Weiterentwicklung von Produkten für das Patientenmonitoring konzentrieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Vernetzung medizinischer Geräte und deren Anbindung an die IT-Infrastruktur in Krankenhäusern. Dabei wird Dräger den neuen, internationalen sicheren Standard IEEE11073 für die Kommunikationmedizinischer Geräte anwenden, den es selbst mitentwickelt hat.

Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG: „Innovationen sind für ein Technologieunternehmen wie Dräger ein entscheidender Faktor. Die EIB-Mittel wollen wir nutzen, um unsere Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten weiter auszubauen. Wir arbeiten darauf hin, Medizingeräte in der Zukunft zu einem System zu vernetzen und die dann verfügbaren Daten zur Verbesserung klinischer Entscheidungen nutzbar zu machen. Diese Entwicklung wird zur assistierten Therapie und letztlich zur Automatisierung von klinischen Abläufen und Therapien im Krankenhaus führen.“

Hintergrund

Die Investitionsoffensive für Europa, der sogenannte „Juncker-Plan“, gehört zu den obersten Prioritäten der Europäischen Kommission. Ihr Ziel ist es, Investitionen anzukurbeln, um Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum zu fördern. Zu diesem Zweck werden neue und vorhandene Finanzierungsmittel intelligenter genutzt und Investitionshindernisse beseitigt. Gleichzeitig werden Investitionsvorhaben stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und durch technische Hilfe unterstützt.

Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) bildet das Kernstück des Juncker-Plans. Er stellt Garantien für Erstverluste, sodass die EIB mehr Projekte finanzieren kann, die oftmals auch mit höheren Risiken verbunden sind. Der EFSI hat bereits konkrete Ergebnisse erzielt. Die Projekte und Vereinbarungen, deren Finanzierung im Rahmen des EFSI genehmigt wurde, werden voraussichtlich Investitionen von knapp 393 Milliarden Euro mobilisieren –darunter 32,9Milliarden Euro in Deutschland– und 945 000 kleinen und mittleren Unternehmen in den 28 EU-Ländern zugutekommen.

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