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BetriebsergebnisAnhaltendes Wachstum bei Ottobock

Ottobock hat im Geschäftsjahr 2021 seinen Umsatz um 13 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro gesteigert und verzeichnet in allen Regionen zweistellige Wachstumsraten.

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oatawa/stock.adobe.com

Symbolfoto

Das globale Healthtech-Unternehmen Ottobock hat 2021 seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Das Unternehmen steigerte den Umsatz deutlich um rund 13 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro (2020: 1,05 Milliarden Euro). Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf 234 Millionen Euro (2020: 216 Millionen Euro). Die operative EBITDA-Marge lag bei rund 20 Prozent. 2021 investierte das Unternehmen 7,4 Prozent des Umsatzes in Forschung & Entwicklung (Vorjahr: 6,9 Prozent).

Wachstum durch NeuroMobility und Exoskelette 

Ottobock erzielte im Geschäftsjahr 2021 in allen Regionen (Westeuropa, Nordamerika und dem Rest der Welt) zweistellige Wachstumsraten. Stärkster organischer Wachstumstreiber war der Bereich Prothesen. So hat Ottobock u. a. eine neue Version der Mikroprozessor-gesteuerten Knieprothese Kenevo auf den Markt gebracht. Neben dem organischen Wachstum in allen Regionen hat Ottobock zusätzliches Umsatzpotenzial durch gezielte Akquisitionen in strategisch wichtigen Wachstumsfeldern vor allem im Bereich NeuroMobility und Exoskelette erschlossen.

Im Zukunftsbereich NeuroMobility hat sich Ottobock mit dem schwedischen Start-up Exoneural Network verstärkt, das den innovativen „Exopulse Mollii Suit“ zur Mobilisierung bei Muskelerkrankungen wie Schlaganfall, Cerebralparese und Multiple Sklerose entwickelt hat. Mit der Übernahme des US-amerikanischen Exoskelett-Spezialisten SuitX ist Ottobock zu einem weltweit führenden Anbieter für Exoskelette aufgestiegen.

Nachhaltiges Material und Zuversicht für 2022

Mit der „GreenLine“ hat Ottobock eine Produktlinie aus Materialien entworfen, welche im Vergleich zu Bestandsprodukten umweltfreundlicher und bei der Verarbeitung weniger gesundheitsschädlich für den Orthopädietechniker sind. Dabei setzt das Unternehmen auf ein innovatives phthalatfreies Härtepulver, das den Beginn einer neuen Generation von Werkstoffen markiert, die Funktionalität und Arbeitsschutz ideal miteinander verbinden.

„Der Angriff Russlands auf die Ukraine wie auch die Inflation und die gestörten Lieferketten bringen sehr hohe Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung mit sich. Dennoch sind wir aus heutiger Sicht zuversichtlich, dass wir im Geschäftsjahr 2022 unseren Wachstumskurs fortsetzen können“, sagt Philipp Schulte-Noelle, CEO von Ottobock. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung der Organisationsstruktur von Ottobock wurden die Geschäftszahlen 2021 erstmals entsprechend des internationalen Rechnungslegungstandards IFRS erstellt.

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