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Gewinneinbruch bei Rhön-KlinikumKonzerngewinn 2017 liegt voraussichtlich bei 36,7 Millionen Euro

Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr rechnet der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum für 2018 wieder mit besseren Zahlen. Im Geschäftsjahr 2017 belief sich Konzerngewinn nur noch auf 36,7 Millionen Euro.

Taschenrechner mit Holzhaus
Foto: Pixabay

Rote Zahlen

Das Unternehmen mit Sitz im unterfränkischen Bad Neustadt hat 2017 laut vorläufigen Zahlen trotz höherer Patientenzahlen deutlich weniger Gewinn erzielt. So lag der Überschuss bei 36,7 Millionen Euro, 2016 waren es 58,6 Millionen Euro gewesen. Warnstreiks von Klinikpersonal in Hessen und geringere oder verspätete Bezahlungen der Krankenkassen haben die Bilanz von Rhön-Klinikum belastet.

Der fränkische Konzern erwartet nun im laufenden Geschäftsjahr, dass sowohl Umsatz als auch der operativ Gewinn (Ebidta) steigen werden. Der Erlös von 1,21 Milliarden Euro 2017 soll auf dann rund 1,24 Milliarden Euro klettern. Das Ebitda dürfte von 97,8 Millionen Euro auf eine Spanne zwischen 117,5 und 127,5 Millionen Euro wachsen.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2022

Auftrieb gebe auch die Einigung mit dem Land Hessen über mehr Gelder für den Betrieb des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) durch Rhön-Klinikum. Dies bringe neue Chancen für das Krankenhaus und "damit mittelfristig auch für den ganzen Konzern". Rhön-Klinikum hatte im vergangenen Jahr mit Hessen vereinbart, dass das Land fast 15 Millionen Euro pro Jahr an Rhön für das UKGM zahlt. Im Gegenzug soll es keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2022 geben.

2018 stehe im Zeichen des Anlaufs des neuen Versorgungskonzepts, dem Campus Bad Neustadt, und der Einführung digitaler Instrumente, mit denen der Konzern Mitarbeiter entlasten und zugleich den Behandlungsprozess für Patienten schneller und sicherer machen könne, so der Vorstandsvorsitzende Stephan Holzinger. 

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