Gestiegene Kosten

Medigene rutscht trotz steigender Erlöse tiefer ins Minus

Das Biotech-Unternehmen Medigene mit Hauptsitz in München ist im zweiten Quartal 2017 noch tiefer in die roten Zahlen gesackt.

Foto: Fotolia/Zerbor

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs der operative Verlust (Ebitda) um 26 Prozent auf 3,9 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Planegg mitteilte. Grund dafür waren unter anderem deutlich gestiegene Kosten für Forschung, Verwaltung und Vertrieb. Unter dem Strich stand ein Minus von 3,8 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen hier ein Jahr zuvor fast eine Million Gewinn verbuchte hatte. Die Gesamterlöse legten hingegen um 48 Prozent auf 2,3 Millionen Euro zu.

Für die ersten sechs Monate steht bei Medigene damit ein Ebitda-Verlust von 6,9 Millionen Euro zu Buche, unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von fast 7,5 Millionen Euro. Vorstandschefin Dolores Schendel hält an ihrer Prognose fest, nach der das Unternehmen das Jahr mit einem Ebitda-Verlust von 16 bis 18 Millionen Euro abschließt. Der Mitteilung zufolge geht Medigene für 2017 auch wegen Investitionen in ihre Labore insgesamt von einem Finanzmittelverbrauch von 23 bis 27 Millionen Euro aus. Zuflüsse aus künftigen Meilensteinzahlungen aus der Partnerschaft mit Bluebird Bio und mögliche neue Transaktionen seien in dieser Prognose aber nicht enthalten.

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