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Übernahme von Blatchford NorwayOttobock startet jetzt in Norwegen durch

Ottobock expandiert weiter im Patient-Care-Bereich und übernimmt das Norwegen-Geschäft von Blatchford für rund 110 Millionen Euro. Acht Standorte und 200 Beschäftigte erweitern das Versorgungsnetz auf dem europäischen Markt.

Ottobock Firmenzentrale
Ottobock
Die Firmenzentrale von Ottobock in Duderstadt.

Der Medizintechnikhersteller Ottobock übernimmt das Patient Care-Geschäft des britischen Anbieters Blatchford in Norwegen. Der Kaufpreis betrage rund 110 Millionen Euro, teilt das Unternehmen mit. Der Abschluss der Transaktion werde in den kommenden Tagen erwartet.

Mit der Akquisition setzt Ottobock seine Expansionsstrategie im Bereich Patientenversorgung fort. Erstmals ist das Unternehmen damit direkt auf dem norwegischen Markt vertreten. Gleichzeitig wächst das bestehende Versorgungsnetzwerk um acht zusätzliche Standorte.

Blatchford Norway A/S zähle mit rund 200 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von etwa 40 Millionen Euro zu den führenden Anbietern im norwegischen Markt für Prothetik und Orthetik, berichtet Ottobock. Die Einrichtungen bieten ein breites Versorgungsspektrum, insbesondere in den Kernbereichen der orthopädietechnischen Versorgung.

Die bisherigen Planungen sehen für das Geschäft in Norwegen ein jährliches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich vor. Aufgrund der bestehenden Profitabilität sowie erwarteter Synergien geht Ottobock davon aus, dass sich die Übernahme auf dem Niveau des Konzerns rentieren wird.

Ausbau des Versorgungsnetzwerks

„Wir freuen uns, mit 200 neuen Kollegen unsere Präsenz vor Ort zu stärken und gemeinsam die Patienten zu versorgen“, erklärt CEO Oliver Jakobi. Das Unternehmen will durch die Integration neue und bestehende Standorte besser verzahnen.

Neue Einrichtungen sollen dabei von zentralen Fertigungsstrukturen und digitalen Plattformen profitieren. Gleichzeitig verspricht sich das Unternehmen durch die Nähe zu den Patientinnen und Patienten zusätzliche Impulse für die eigene Produktentwicklung.

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Auch aus strategischer Sicht passe die Übernahme in die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Laut Finanzvorstand Dr. Arne Kreitz gewinnt die enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Rehazentren und orthopädietechnischen Einrichtungen zunehmend an Bedeutung. 

Vor dem Hintergrund technologischer Entwicklungen in der Orthesen- und Prothetikbranche sei der Ausbau des Patient-Care-Netzwerks ein zentraler Hebel für die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.

Blatchford konzentriert sich auf Innovation

Für Blatchford sei der Verkauf Teil einer strategischen Neuausrichtung. „Die Übergabe des Geschäfts an Ottobock bietet unseren norwegischen Patienten und Mitarbeitenden eine starke Plattform für die Zukunft“, sagt CEO Paul Roberts. Künftig will sich das Unternehmen stärker auf die Weiterentwicklung innovativer Prothetik- und Orthetiklösungen konzentrieren.

Die Übernahme in Norwegen reiht sich in eine Serie von Zukäufen ein, mit denen Ottobock sein europäisches Versorgungsnetz systematisch ausbaut. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem die Unternehmen Sahva in Dänemark, Livit in den Niederlanden und Vigo in Belgien integriert.

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