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AktienmarktSorge um Kabi-Geschäfte belastet Aktien des Medizinkonzerns Fresenius

Die zuletzt hochgekochten Sorgen über die Geschäftsaussichten der Fresenius-Tochter Kabi haben die Aktien des Medizinkonzerns am Freitag nach einem skeptischen Analystenkommentar belastet.

Börsenkurs
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Experte reduziert seine Gewinnerwartungen für Fresenius.

Analyst Ian Douglas-Pennant von der Schweizer Großbank UBS rechnet mit mehr Druck auf Kabi und sprach eine Verkaufsempfehlung für Fresenius aus. Die Papiere fielen als Schlusslicht im wenig veränderten deutschen Leitindex Dax um 4,19 Prozent auf 64,20 Euro. Seit ihrem Rekordhoch knapp über 80 Euro im Juni haben sie nun schon fast ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt. Aktuell kosten sie damit wieder so viel wie vor einem Jahr. Unter 63,62 Euro droht der Fall auf den tiefsten Stand seit rund anderthalb Jahren.

Der Abwärtsdruck hatte sich Anfang November nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal verstärkt. "Ein solides, aber nicht inspirierendes Quartal", hatte etwa Analyst Oliver Metzger von der Commerzbank geschrieben. Das Haar in der Suppe seien die Geschäftsaussichten für die Flüssigmedizin-Sparte Kabi und für das Klinikgeschäft Helios.

Gewinnerwartungen für Fresenius deutlich reduziert

UBS-Analyst Douglas-Pennant blickt mittlerweile vorsichtiger auf Kabi. Neben dem möglichen Konkurrenzdruck durch neue Anbieter von injizierbarer Medizin verwies er in der Studie auf eine Konsolidierung auf der Kundenseite. Nach vielen Zusammenschlüssen in den vergangenen Jahren komme der Großteil der Bestellungen mittlerweile vermutlich von nur noch drei Kunden. Deren Verhandlungsmacht sei vermutlich entsprechend stark, was auf die Preise drücken könnte.

Der Experte reduzierte seine Gewinnerwartungen für Fresenius deutlich und senkte das Kursziel von 74 auf 57 Euro. Im Vergleich zum Schlusskurs vom Donnerstag sieht er damit ein mittelfristiges Kursrisiko von rund 15 Prozent und stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" ab.

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