Georg Thieme Verlag KG

JahresbilanzVivantes beschließt 2021 mit ausgeglichenem Ergebnis

Knapp 1,6 Milliarden Euro Umsatz und ein ausgeglichenes Ergebnis von 3,3 Millionen Euro verzeichnet Vivantes zum Jahresabschluss 2021. Damit läuft es für den Konzern besser als 2020, in dem er Umsatzminus von 30,5 Millionen Euro bilanzierte.

Kalkulation
Gina Sanders/stock.adobe.com

Symbolfoto

Nachdem Vivantes das Jahr 2020 mit einem Minus von 30,5 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen hatte, lief das Jahr 2021 deutlich positiver. Der Umsatz konnte um 0,1 Milliarden Euro auf knapp 1,6 Milliarden Euro gesteigert werden bei einem ausgeglichenen Ergebnis von 3,3 Millionen. Investitionen erfolgten im zweiten Corona-Jahr in Höhe von insgesamt 156,9 Millionen Euro, unter anderem in moderne und zeitgemäße Infrastruktur und Neubauprojekte. Ein besonderer Fokus lag ebenso auf den Bereichen Digitalisierung und Fachkräftegewinnung.

Rückgang stationärer Behandlungen

2021 stieg die Anzahl ambulant versorgter Patientinnen und Patienten leicht auf 312 000, wobei die Zahl der Behandlungsfälle im stationären Bereich auf knapp 174 000 zurückging. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeitenden in 2021 auf mehr als 18 000, die insgesamt mehr als eine Milliarde Euro an Löhnen und Gehältern bekamen.

Digitale Gesundheitsversorgung

Die Digitalisierung sämtlicher Prozesse des Klinikbetriebs spielen laut Unternehmensangaben eine immer wichtigere Rolle. Ziel sei die Schaffung einer digitalen Prozesskette, die bereits bei der ersten Terminvereinbarung beginnt und sich über Aufnahme, Diagnostik und Behandlung bis hin zur Entlassung und Nachsorge spannt. So soll das Klinikpersonal immer stärker von Routinearbeiten entlastet werden. Bei Vivantes arbeiten schon 2 000 Mitarbeitende im medizinischen Bereich mobil und weit über 50 000 Patientinnen und Patienten buchten ihren Termin online. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz wird in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel der Auswertung von EKG-Diagrammen und Röntgenbildern oder der Medikation getestet.

In der Initiative „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ arbeitet Vivantes eng mit der Charité zusammen, um Gesundheitsversorgung und medizinische Forschung miteinander zu verzahnen. So tauschen die beiden landeseigenen Krankenhausunternehmen bereits Patientendokumente und demnächst auch normierte Daten digital untereinander aus.

Nachhaltige Unternehmensentwicklung

Mit dem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 hat sich Vivantes dazu verpflichtet, die Energieeffizienz von 2019 bis 2022 jährlich um 0,5 Prozent zu steigern. Dank diverser Maßnahmen konnte dieses Ziel auch im letzten Jahr erfüllt werden. Der Effekt: knapp 1,5 Millionen kWh eingesparte Energie – von Strom bis Erdgas.

Auch arbeitet Vivantes daran, den Anteil weiblicher Führungskräfte in allen Unternehmensbereichen auf mindestens 50 Prozent zu erhöhen. In den letzten fünf Jahren stieg der Frauenanteil in chefärztlichen Positionen von 14,9 Prozent (2017) auf 24,9 Prozent im Jahr 2021. 

Zur Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH gehören aktuell neun Krankenhäuser, 19 stationäre Pflegeeinrichtungen, drei Kurzzeitpflegen, eine ambulante Rehabilitation, Medizinische Versorgungszentren, ein Hospiz sowie Tochtergesellschaften für Catering, Reinigung und Wäsche.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!