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Effizienz trifft HerzmedizinWie Asklepios und Philips Prozesse neu gedacht haben

Mit Philips optimierte die Asklepios Klinik St. Georg den kompletten Behandlungsweg von Herzklappenpatienten. Das Ergebnis: kürzere Verweildauer, mehr Behandlungen mit gleichen Ressourcen – und zufriedenes Personal. Ein Best-Practice-Beispiel für wirtschaftlich erfolgreiche Versorgung.

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Henrike Schönen
Die Neustrukturierung des TAVI-Prozesses ist für alle Beteiligten ökonomisch und klinisch ein Gewinn.

Effizienz und Qualität im Einklang: Wie die Asklepios Klinik St. Georg gemeinsam mit Philips den TAVI-Prozess transformierte

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen verändern sich rasant. Krankenhäuser stehen zunehmend unter Druck, ihre Prozesse zu optimieren, Personal zu entlasten und gleichzeitig höchste Versorgungsqualität sicherzustellen. Die Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg hat diesen Spagat gemeistert – mit einem Projekt, das zeigt, wie partnerschaftliche Zusammenarbeit und Prozessinnovation Effizienzpotenziale freisetzen können.

Ausgangslage: steigende Nachfrage, begrenzte Ressourcen

Mit der wachsenden Zahl von Herzklappeneingriffen stieß die Klinik zunehmend an ihre personellen und organisatorischen Grenzen. Ineffiziente Abläufe und hohe Belastung führten zu Kapazitätseinbußen – ein klarer Auftrag, die Strukturen neu zu denken und Ressourcen gezielter einzusetzen. Das Ziel war, den gesamten Behandlungsprozess effizienter, besser koordiniert und konsequent patientenzentriert zu gestalten, um eine nachhaltige Verbesserung von Versorgung und Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

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Henrike Schönen
Dr. med. Eike Tigges, Leitung Abteilung für Strukturelle Herzerkrankungen Asklepios Klinik St. Georg Hamburg.

Der Ansatz: gemeinsame Prozessanalyse mit Philips

In enger Kooperation mit Philips analysierte ein interdisziplinäres Team den gesamten Patientenpfad – von der Zuweisung bis zur Entlassung. Ziel war, Doppelstrukturen zu vermeiden und Abläufe zu verschlanken. In gemeinsamen Workshops wurden Schwachstellen identifiziert und in konkrete Maßnahmen übersetzt:

•             Einrichtung einer zentralen Herzklappenstation zur Bündelung der Versorgung

•             Einführung eines Fast-Track-Protokolls für risikoarme Patienten

•             Ambulante Vorbereitungstermine statt Untersuchungen nach der Aufnahme

•             Stärkere Rolle von Koordinatorinnen, die Prozesse begleiten und kommunizieren

•             KPI-basierte Prozesssteuerung und regelmäßige Feedback-Schleifen

„Echte Veränderungen entstehen nur gemeinsam – wenn alle Berufsgruppen gehört und eingebunden werden“, betont Dr. Tigges.

Die Ergebnisse: wirtschaftlicher Erfolg messbar

Die Zahlen sprechen für sich: Der Patientendurchsatz stieg um 9 Prozent, die durchschnittliche Verweildauer sank von acht auf drei Tage, und die Mitarbeiterzufriedenheit erreichte acht von zehn Punkten. Dadurch kann die Klinik heute deutlich mehr Patientinnen und Patienten versorgen, ohne zusätzliches Personal oder Bettenkapazitäten bereitzustellen – ein klarer Effizienzgewinn, der sich unmittelbar auf die betriebswirtschaftliche Performance auswirkt. Kürzere Aufenthalte führen zu einer besseren Bettenauslastung, geringeren Prozesskosten und einer schnelleren Rotation in der Versorgung. Gleichzeitig hat sich die Zahl der täglichen Eingriffe nahezu verdoppelt – bei gleichbleibend hoher medizinischer Qualität. Das Projekt erwies sich damit als ökonomischer und klinischer Gewinn für alle Beteiligten.

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Henrike Schönen
Die TAVI-Koordinatorinnen sind heute zentrale Schnittstellen zwischen Ärzten, Pflege und Verwaltung.

Kultureller Wandel inklusive

Neben den messbaren Kennzahlen veränderte das Projekt auch die Arbeitskultur. Die klare Prozessstruktur fördert Verantwortung und Kommunikation. Koordinatorinnen wie Anna-Lena Fink und Kristina Veltrup sind heute zentrale Schnittstellen zwischen Ärzten, Pflege und Verwaltung – ein Modell, das Effizienz und Patientenzufriedenheit gleichermaßen steigert.

„Wir können jetzt doppelt so viele Eingriffe pro Tag durchführen – bei gleicher Qualität“, so Dr. Tigges. „Das ist ökonomisch und klinisch ein Gewinn für alle Beteiligten.“

Ausblick: Blaupause für weitere Bereiche

Der Erfolg des Projekts könnte Signalwirkung haben, denn die gewonnenen Erkenntnisse und neu geschaffenen Strukturen können durchaus auch auf andere Fachbereiche übertragen werden. Prozessinnovation, so zeigt die Erfahrung, ist kein singuläres Projekt, sondern eine Haltung. Die enge Zusammenarbeit mit Philips ermöglichte es dem Team, über bestehende Routinen hinauszudenken und Strukturen zu schaffen, die Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit gleichermaßen fördern. Damit ist das Modell aus Hamburg eine Blaupause für Kliniken, die ihre Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit nachhaltig verbinden wollen.

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