ENP steht für European Nursing care Pathways und wird seit über 25 Jahren ständig weiterentwickelt. Die standardisierte Pflegefachsprache ENP zeichnet sich gegenüber anderen Klassifikationen durch konkrete und spezifische Beschreibungen für die jeweilige Pflegesituation aus: die ENP-Praxisleitlinie. ENP ist als Buch, Datenbank und Software-Lösung erhältlich...

ENP als standardisierte Fachsprache für alle Pflegebereiche

ENP ist nicht auf eine spezielle Pflegeeinrichtung zugeschnitten, sondern in allen Bereichen, in denen Pflege stattfindet, einsetzbar. So arbeiten mittlerweile Einrichtungen der vollstationären Krankenhausversorgung, Rehabilitation, Psychiatrie, Kurzzeitpflege sowie Heimeinrichtungen und ambulante Pflegedienste mit ENP – und das in vielen Ländern Europas.

Ausführliche Informationen zur ENP Forschung und Entwicklung finden Sie unter ENP-Entwicklung.

ENP als Klassifikationssystem

Gleichzeitig stellt ENP ein Klassifikationssystem dar, das aus den Kategorien Pflegediagnose mit Kennzeichen, Ursachen, Ressourcen, Zielen, Maßnahmen sowie handlungsleitenden Detailinterventionen besteht. ENP zeichnet sich gegenüber anderen Klassifikationen durch ihren niedrigen Abstraktionsgrad aus, d. h., ENP bietet spezifische Beschreibungen für die jeweilige Pflegesituation innerhalb des gesamten Pflegeprozesses an. Alle notwendigen Elemente zur inhaltlichen Beschreibung der Pflegesituation stehen somit als Formulierungshilfe zur Verfügung. Zusätzlich ist ENP mit Pflegezeitwerten verknüpft und ermöglicht damit die Messung des Pflegeaufwands.

ENP in elektronischer Form: die Lösung für den gesamten Pflegeprozess

Die ENP-Datenbank beinhaltet alle aus den Buchveröffentlichungen bekannten Kategorien, d. h. die detaillierten Praxis leitlinien bestehend aus Pflegediagnose, Kennzeichen, Ursachen, Ressourcen, Zielen und Maßnahmen. Sie bildet somit den gesamten Pflegeprozess ab und bietet einer Pflegeperson eine Vielzahl möglicher Wege zur Umsetzung der Pflegedokumentation.

ENP-Version 3.0 – ein Meilenstein

Mit der ENP-Version 3.0 stehen den Anwendern und Nutzern 566 Pflegediagnosen mit entsprechenden Praxisleitlinien zur Anwendung bereit. In vier Domänen und 21 Klassen stehen dem Nutzer rund 20.000 Items für die individuelle Abbildung des Pflegeprozesses eines Patienten/Bewohners zur Verfügung. Zusätzlich wurde begonnen, die Praxisleitlinien um Definitionen der Pflegediagnosen und Erklärungstexte für Kennzeichen, Ursachen und Ressourcen zu erweitern.

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