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Techniker und IBM100.000 Versicherte nutzen bereits ePA TK-Safe

Die elektronische Patientenakte (ePA) „TK-Safe" der Techniker Krankenkasse (TK) und der IBM hat bereits 100 000 Nutzer*innen gewinnen können. Vorstandsvorsitzender Baas sieht trotzdem Verbesserungsmöglichkeiten. 

TK-Safe
TK

Die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe der Techniker Krankenkasse.

Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Patientenakte (ePA) „TK-Safe" hat die Marke von 100 000 Nutzerinnen und Nutzern geknackt. Seit dem Start der ePA am 1.1.2021 sind jeden Monat durchschnittlich mehr als 30 000 Nutzerinnen und Nutzer hinzugekommen. Laut Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK,  ist das ein sehr guter Wert, da die Downloads der führenden Apps im Segment Gesundheit bei rund 30 000 bis 50 000 pro Quartal liegen. Insgesamt hat die TK 10,8 Millionen Versicherte.

Die ePA ist zum Jahresbeginn in einer Basisversion gestartet und soll in einem schrittweisen Prozess weitere Funktionen und Inhalte bekommen. Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das, dass die Kernfunktion der Akte – die bundesweite Vernetzung mit Arztpraxen und Krankenhäusern – voraussichtlich erst im Sommer starten wird. Versicherte haben über TK-Safe auf ihrem Smartphone jederzeit Zugriff auf ihre Medikamentenübersichten, Arztbesuche, Behandlungen, Diagnosen und Impfungen. Sie müssen die Daten nicht manuell eingeben, sondern können sie von der TK in ihre Akte laden lassen. Versicherte können sich an den nächsten Kontrolltermin beim Zahnarzt oder anstehende Krebsvorsorgeuntersuchungen erinnern lassen. Eltern können zudem die Daten ihrer Kinder über TK-Safe managen.

Baas zur ePA: „In anderen Ländern ist sie längst die zentrale App für alle Belange rund um die Gesundheit der Patientinnen und Patienten. Dafür brauchen wir ein Tool, das selbsterklärend ist und einfach in der Nutzung. Derzeit ist das Handling der ePA in einigen Punkten noch zu kompliziert".  Die TK habe beispielsweise bei der Umsetzung der technischen Vorgaben zur Registrierung für die Akte sehr kämpfen müssen, um sie für die Nutzerinnen und Nutzer praktikabel anzulegen. „Trotzdem ist die Registrierung aufgrund der gesetzlichen Vorgaben immer noch viel zu umständlich", so Baas. „Obwohl unsere ePA eine der wenigen Akten ist, bei der man sich bereits voll digital von zuhause aus anmelden kann, und nicht über den Umweg über die Kundenberatung vor Ort, muss der Anmeldeprozess noch einfacher werden."

Mit dem Anschluss der Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken, der Mitte des Jahres folgen soll, steht Patientinnen und Patienten eine der wichtigsten Funktionen der ePA bereit: Sie können Befunde, Arztbriefe und Laborergebnisse von ihren Ärzten erhalten und für andere Ärzte freigeben. „Die Daten helfen, Krankheiten und Krankheitsverläufe besser zu verstehen und damit erfolgreicher zu behandeln", so Baas. Dafür müsse jedoch gewährleistet sein, dass der Datenaustausch funktioniere und alle Praxen und Krankenhäuser angebunden seien. „Patientinnen und Patienten müssen darauf vertrauen können, dass der Datenabruf beim Besuch in der Arztpraxis auch funktioniert", so Baas.

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