E-Akte

Ab Januar 2019 Anspruch auf elektronische Patientenakte

Die Planungen laufen schon länger: In der elektronischen Patientenakte sollen Patienten, Ärzte und Krankenhäuser von 2019 an viele Gesundheitsdaten finden.

Arzt mit Befund

Foto: Pixabay

In Zukunft ist jeder Patient Herr seiner Daten

Die für nächstes Jahr geplante elektronische Patientenakte birgt nach Ansicht von Ärzten, Kassen und der Landesregierung in Rheinland-Pfalz viele Chancen. „Daten, die bisher an unterschiedlichen Stellen vorlagen, können zusammengeführt werden und sind künftig am Ort und zur Zeit der Behandlung der Patientinnen und Patienten verfügbar“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Sie betonte, dass aber für den Datenschutz verpflichtende Standards nötig seien.

Vom 1. Januar 2019 an sollen gesetzlich versicherte Patienten einen Anspruch auf eine solche E-Akte haben, in der wichtige Dokumente wie Arztbriefe, Medikationsplan, Notfalldaten und Impfausweis zu finden sind. Dann können sich Ärzte und Krankenhäuser und die Patienten selbst über die wichtigsten Gesundheitsdaten informieren. Damit sollen zum Beispiel Doppeluntersuchungen und Behandlungsfehler verhindert werden.

Krankenkassen haben hohe Erwartungen an die Akte

Die Barmer sieht gleich mehrere Vorteile mit der Einführung der Akte. „Durch den digitalen Medikationsplan verbessert sich die Arzneimittel-Therapiesicherheit, weil zum Beispiel mögliche Wechselwirkungen verschiedener Arzneien besser erkannt werden können als bisher“, erklärte die Krankenkasse. Die Patienten könnten die Daten rund um die Uhr abrufen und mit eigenen Daten ergänzen. Die Hoheit der Daten müsse beim Patienten liegen. Die AOK arbeitet nach eigenen Angaben an einem digitalen Gesundheitsnetzwerk.

Die Techniker Krankenkasse (TK) hofft mit der E-Patientenakte auf mehr Effizienz und Transparenz zum Vorteil der Patienten. „Aktuell liegen die Patientendaten an unterschiedlichen Stellen», sagte TK-Landesvorsitzender Jörn Simon.“ Wenn hingegen diese Daten an zentraler Stelle gesammelt würden, ließen sich beispielsweise Doppeluntersuchungen vermeiden. Die TK will nach eigenen Angaben in den nächsten Monaten eine marktreife Version der Patientenakte präsentieren, die sie elektronische Gesundheitsakte nennt. „Im Zuge der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass die höchsten Standards in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit gelten“, sagte der TK-Landeschef.

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