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Neue DatensammlungDashboard informiert über Corona-Lage an Universitätskliniken

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat für sich und bislang neun weitere Universitätskliniken ein Covid-19-Dashboard entwickelt. Es ermöglicht Einblick in die Corona-Lage auf den Stationen.

Sven Zenker Corona-Dashboard
J. F. Saba/Universitätsklinikum Bonn

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat ein Corona-Dashboard entwickelt.

Um Entwicklungen während der Pandemie frühzeitig zu erkennen und anzuzeigen, hat das Universitätsklinikum Bonn ein Covid-19-Dashboard entwickelt. Das Monitoring-System gibt Einblick in die Corona-Lage auf den Stationen des UKB und neun weiterer Universitätskliniken. Bei künftiger Beteiligung weiterer Kliniken könnten Führungskräfte aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ebenso wie Medien und andere Interessierte, akute Entwicklungen bei der klinischen Versorgung in Zukunft zeitnah und detailliert verfolgen.

Die Informationen zur Corona-Versorgungslage werden direkt aus den elektronischen Dokumentationssystemen der Universitätskliniken abgerufen und sind jederzeit unter coronadashboard.ukbonn.de verfügbar. Alle Daten des Dashboards sind anonymisiert und entsprechen dem höchsten Datenschutzstandard. Enthalten sind unter anderem aktuelle Informationen zur Gesamtzahl der Patienten mit Covid-19-Infektion, zum Versorgungsniveau, zur Verweildauer auf den Intensivstationen sowie zu Alter und Geschlecht.

Ausbau des Dashboards geplant

Ziel ist es, den beteiligten Kliniken detailliertere Einblicke in die überregionale Versorgungslage anzubieten und gleichzeitig einen transparenten Informationsfluss zwischen medizinischen Versorgungseinrichtungen und der Öffentlichkeit zu schaffen, ohne das medizinische Personal mit zusätzlichen Melde- und Erfassungsaufgaben zu belasten.

„Langfristig wollen wir eine kontinuierlich arbeitende Infrastruktur schaffen, die auch über die Corona-Pandemie hinaus dazu dient, Herausforderungen des Gesundheitssystems in Deutschland schneller und besser zu erfassen und zu bewältigen“, so Dr. Sven Zenker, Ärztlicher Leiter der Stabsstelle Medizinisch-Wissenschaftliche Technologieentwicklung und -koordination (MWTek) am UKB. Daher werde daran gearbeitet, weitere Kooperationspartnerinnen und -partner zu integrieren, die präsentierten Daten umfassender und vollständiger zu gestalten und die Stabilität und Geschwindigkeit der Einbindungen verschiedener Standorte weiter zu verbessern.

Förderung im Rahmen des Codex-Projekts

Das Corona-Dashboard ist Teil des Codex-Projektes im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aktuell mit circa 150 Millionen Euro geförderten Initiative, die die Covid-19-Forschung in Deutschland beschleunigen soll. Die neue Zusammenarbeit baut auf den Strukturen der Medizininformatikinitiative (MII) auf. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Charité Berlin, das Klinikum der Universität München (LMU) sowie die Universitätskliniken Aachen, Bonn, Erlangen, Halle (Saale), Jena, Leipzig, Ulm am Dashboard beteiligt.

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