Stiftung Hospital zum Heiligen Geist

Digitalisierung am Krankenhaus Nordwest schreitet voran

Das Krankenhaus Nordwest hat zwei zentrale Ziele in Hinblick auf die Digitalisierung: Die digitale Patientenakte etablieren und damit papierarmes Krankenhaus werden.

Arzt mit Tablet

Fotolia (chombosan)

Schon seit 1998 werden alle klinischen Informationen mit dem Krankenhaus-Informationssystem ORBIS verwaltet, das seit der Einführung stetig weiterentwickelt und ausgebaut wurde. 2012 wurde das Haupthaus mit einer leistungsstarken WLAN-Infrastruktur ausgestattet. Anschließend wurden die einzelnen Stationen nach und nach mit der nötigen technischen Ausstattung versorgt: Seit 2017 verfügen alle Stationen über neue hochmodern ausgestattete Visitenwagen, die eine digitale Visite ermöglichen. 2018 werden die letzten vier Stationen geschult und die elektronische Fieberkurve sukzessive weiter eingeführt.

Auf dem Weg zur digitalen Patientenakte ist die elektronische Fieberkurve ein wichtiger Mosaikstein. Um sie erfolgreich auf den Stationen zu etablieren, müssen die Daten direkt am Patientenbett erhoben werden. So stehen sie danach auch mobil zur Verfügung. Dazu setzt das Krankenhaus Nordwest auf Visitenwagen des IT-Dienstleisters März. Von der unternehmenseigenen IT wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Personal standardisierte Templates entwickelt, die die Fachabteilungen in einem gewissen Rahmen modifizieren können.

Elektronische Fieberkurve spart Zeit und Papier

Um den Verlauf (Vitalzeichen wie zum Beispiel Temperatur, Blutdruck, Puls usw.) aufzuzeichnen, wurde in der Vergangenheit ein papierbasierter Ordner pro Patient mit einer sogenannten Fieberkurve angelegt. In diesem Ordner wurden auch alle Informationen zu Medikamenten, Verordnungen und Verlegungen handschriftlich notiert. Mit der elektronischen Fieberkurve gibt es nun die Möglichkeit, auf diesen Verlauf jederzeit und örtlich ungebunden zugreifen.

Praktisch bedeutet das, dass zum Beispiel ein Krankenpfleger den Blutdruck des Patienten eintragen kann, während gleichzeitig der Arzt für denselben Patienten eine Anordnung trifft. Die direkte Dateneingabe erleichtert die Arbeit der Krankenhaus-Mitarbeiter. Wichtige Vorteile sind: Bessere Lesbarkeit der Daten, Übertragungsfehler werden vermieden und Zeiteinsparung bei der Dokumentation und somit mehr Zeit für wesentliche Arbeitsaufgaben wie die Pflege, Zuwendung und Kommunikation mit den Patienten.

Die Einführung der elektronischen Fieberkurve ist ein längerer Prozess, in welchen Ärzte, Pflegekräfte und natürlich die IT-Abteilung intensiv eingebunden wurden. Die Einführung verlief in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Die betroffenen Mitarbeiter wurden in Einzelschulungen praktisch vor Ort geschult. Im Durchschnitt dauerte die Einführung pro Station drei bis sechs Monate bevor alles reibungslos funktionierte. Die Umstellung – auch wenn sie anfangs zeitintensiv war – wird von allen Beteiligten positiv bewertet.

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