
Mit dem in Deutschland einzigartigen Vorhaben will die Ärztekammer Baden-Württemberg die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben und den Mangel an Medizinern abfedern, wie Kammerpräsident Ulrich Clever am Donnerstag in Stuttgart erläuterte. "Es gibt bereits eine Menge Interessenten."
Die baden-württembergische Kammer hat als erste die Berufsordnung so geändert, dass Fernbehandlung nicht nur bei Bestandspatienten, sondern auch bei solchen möglich ist, die der Mediziner zuvor noch nie gesehen hat. Ärzte und Ärztegruppen können sich seit dem 1. April für die neue Art der Behandlung bei der Kammer bewerben. Sie entscheidet anhand von Qualitätskriterien über die Teilnahme am Modellprojekt. Die neue Möglichkeit sorgt aus Sicht der Kammer auch dafür, dass Patienten Wartezeiten in überfüllten Wartezimmern, wo sie der Gefahr von Infektionen ausgesetzt sind, erspart bleiben.
Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) meinte, die Telesprechstunde könnte im ländlichen Raum genauso sinnvoll sein wie allgemein zur Entlastung von Arztpraxen oder von Notfallambulanzen auch im städtischen Bereich. Deshalb beabsichtige er von den Kammern genehmigte Projekte zu unterstützen und zu fördern.





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