
2019 die Gründung, nun der Durchbruch: Famedly hat als erster Anbieter die Gematik-Zertifizierung für den TI-Messenger erhalten. Damit steht dem Gesundheitswesen in Deutschland erstmals ein zugelassener und zukunftsfähiger Messenger für die Ad-hoc-Kommunikation zur Verfügung, die über die Grenzen herkömmlicher Lösungen hinausgeht.
„Die Zulassung stellt für uns einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Famedly dar und ist ein klares Zeichen dafür, dass auch junge Unternehmen den Gesundheitssektor mit innovativen Lösungen maßgeblich voranbringen“, sagt Famedly-Mitgründer Dr. Niklas Zender, „als Ärzte war es uns wichtig, mit dem ersten zugelassenen TI-Messenger, direkt eine Lösung auf den Markt zu bringen, die einen echten Mehrwert für alle bietet und den medizinischen Alltag vereinfacht.“ Die erste Gematik-Zulassung unterstreiche erneut die Marktführerrolle des Unternehmens hinsichtlich Messaging im Gesundheitswesen.
Die Gematik ist zuständig für die Telematikinfrastruktur (TI) und zentrale Plattform für digitale Anwendungen im Gesundheitswesen. Durch die offizielle Zertifizierung als sichere und interoperable Kommunikationslösung ist sichergestellt, dass Famedly allen Datenschutz- und Informationssicherheitsaspekten entspricht und gleichzeitig die Interoperabilität zwischen verschiedenen Herstellern von TI-Messengern garantiert.
Die Direktkommunikation im medizinischen Versorgungsalltag wird noch einfacher.
Wie die Digitalagentur mitteilt, sollen weitere Anbieter folgen. Darauf aufbauend wird der TI-Messenger in der Modellregion für digitale Gesundheit in Hamburg und Umgebung getestet und ausgewertet. Dr. Florian Hartge, Geschäftsführer der Gematik: „Mit den TI-Messengern können Praxisteams, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen Kurznachrichten verschicken. Dabei tauschen sie sich in Echtzeit aus und sind räumlich flexibel. Ein übergreifender Messagingstandard hat bis jetzt gefehlt. Nun schließt sich eine Lücke, und die Direktkommunikation im medizinischen Versorgungsalltag wird noch einfacher.“
Interoperabilität der Messenger

Die TI-Messenger werden von den Unternehmen auf Grundlage der Gematik-Vorgaben entwickelt. Im Marktmodell wird es viele Lösungen geben, die je nach Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer unterschiedlich zugeschnitten sein werden. Gemein haben alle TI-Messenger jedoch, dass sie interoperabel sind – also alle Nutzerinnen und Nutzer auf Basis eines gemeinsamen Standards miteinander kommunizieren können. Dafür sorgt die Referenz-Implementierung der Gematik. Diese prüft die Interoperabilität aller Messenger-Lösungen der jeweiligen Hersteller – eine zentrale Voraussetzung, um einander kontaktieren zu können.
Zugang für Patienten geplant
Der TI-Messenger wird Schritt für Schritt weiter ausgebaut. In der ersten Phase können zum Beispiel (Zahn-)Ärzt*innen und Apotheker*innen miteinander sicher chatten und darüber Bild- und Audiodateien übertragen. Später soll der TI-Messenger Patient*innen sowie Krankenkassen zugänglich gemacht werden. Geplant ist, dass die TI-Messenger zukünftig auch Versorgungsprozesse unterstützen können, zum Beispiel das Terminmanagement. Darüber hinaus kann ein Messenger auch perspektivisch bei der Überweisung oder beim Aufnahme- und Entlassmanagement zum Einsatz kommen.





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