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SaarlandFörderung für Projekt „Das Virtuelle Krankenhaus“

Bei dem Projekt „Das Virtuelle Krankenhaus“ baut das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) mit Projektpartnern neue Strukturen zur digitalen Vernetzung von Gesundheitseinrichtungen in der Großregion auf. Es wird mit 221 800 Euro gefördert.

Das Virtuelle Krankenhaus
Rüdiger Koop / UKS

Dank der telemedizinischen Ausstattung am Universitätsklinikum des Saarlandes können in Echtzeit Vitalparameter und diagnostische Ergebnisse von Patientinnen und Patienten eingsehen werden, die beispielsweise in Lebach oder St. Ingbert behandelt werden.

Mit dem Projekt „Das Virtuelle Krankenhaus“ sollen langfristig Kliniken und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens digital vernetzt werden. Es ist eine Abdeckung über das Saarland hinaus in die Großregion Saar-Lor-Lux geplant. Ziel ist es, die flächendeckende medizinische Versorgungsqualität im Saarland und der Großregion weiter zur verbessern. Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg ist dabei federführend, Projektpartner zum Start sind das Caritas Krankenhaus Lebach und das Kreiskrankenhaus St. Ingbert. Erster Schritt ist der telemedizinische Netzwerkaufbau im Bereich Intensivmedizin, in einem zweiten Schritt wird eine gemeinsame digitale Plattform aufgebaut. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie fördert den Projektstart mit 221 800 Euro.

Das Virtuelle Krankenhaus hat zum Ziel, die flächendeckende medizinische Versorgungsqualität im Saarland und der Großregion in den nächsten Jahren weiter zu verbessern. Dies kann durch einen optimalen Informationsaustausch zwischen Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen sowie niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gelingen.

Aufbau der digitalen Plattform soll schrittweise bis 2023 erfolgen

Bei dem Projekt setzt das Universitätsklinikum des Saarlandes auf digitale Plattformtechnologien, um ein virtuelles Netzwerk zu schaffen. Die so genannte „Connected eHealth Plattform Saar-Lor-Lux“ soll durch die Anbindung der IT-Systemlandschaft der Netzwerkpartner eine Datenübertragung rund um die Uhr ermöglichen. So können sich beteiligte Ärztinnen und Ärzte beispielsweise im Rahmen telemedizinischer Konsile und Fallkonferenzen im Live-Format etwa zur Verbesserung der intensivmedizinischen Versorgung definierter Patienten austauschen, Laborwerte oder radiologische Bilder befunden oder auf frühere Arztbriefe zugreifen. Dabei werden höchste Ansprüche an IT-Sicherheit und Datenschutz gelegt und die systemübergreifende Funktionalität nach internationalen Standards sichergestellt.

Während der Aufbau der „Connected eHealth Plattform“ schrittweise bis Ende 2023 erfolgen soll, wird bereits jetzt das telemedizinische Netzwerk im Bereich Intensivmedizin aufgebaut. Hierzu werden die beteiligten Pilotkliniken mittels gesicherter Tablets vernetzt. Erste klinische Anwendungen können getestet werden. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Covid-19-Zahlen wird eine optimale fachliche Abstimmung zwischen den Krankenhäusern erreicht. Für die Pilotphase des Projektes konnten bereits erste Netzwerkpartner gewonnen werden. Unter ihnen das Caritas Krankenhaus Lebach und das Kreiskrankenhaus St. Ingbert.

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