Digitalisierung

Guter Start für digitale Patientenakte im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Digital statt Papierstapel. Wer im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein behandelt wurde, kann jetzt ein Online-Gesundheitskonto führen. Die elektronische Akte kann auch weiterbehandelnden Ärzten und Notfallmedizinern helfen.

e-Health

Foto: Shutterstock (Zerbor)

Symbolfoto

Patienten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein können ihre Daten bei ihrer Entlassung gleich digital mitnehmen. Der Service sei gut angelaufen, sagte ein Sprecher des Klinikums der Deutschen Presse-Agentur. In den ersten drei Wochen hätten 1550 überwiegend stationäre Patienten diese Möglichkeit genutzt. Die Daten stehen nicht nur dem Patienten selbst in seinem Online-Gesundheitskonto des Medizintechnik-Unternehmens Vitabook zur Verfügung; er kann diese auch für seine weiterbehandelnden Ärzte freigeben.

Das Klinikum befragt jetzt Patienten bei der Aufnahme, ob sie ein Online-Gesundheitskonto haben wollen. Das kostenlose Angebot stehe sowohl den gesetzlich als auch den privat Versicherten Patienten zur Verfügung, erläuterte der Vorstandschef des Klinikums, Jens Scholz. Das Online-Gesundheitskonto ist eine elektronische Patientenakte, die ausschließlich dem Patienten gehört und selbstbestimmt von ihm verwaltet wird. Der Nutzer kann auf Computer, Tablet oder Smartphone alle Gesundheitsdaten von Röntgenbildern über Befunde bis zu Laborberichten speichern.

Das gilt auch für Allergien, Impfstatus, einzunehmende Medikamente oder Dokumente wie Patientenverfügungen. Ein Notfalldatensatz kann ebenfalls hinterlegt werden. Das Universitätsklinikum ist der einzige sogenannte Maximalversorger in Schleswig-Holstein und zählt jährlich rund 500 000 Patienten.

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