8. EPatient Survey 2019

Kassen und Ärzte empfehlen Gesundheits-Apps

Digitale Gesundheitslösungen werden Teil des ersten Gesundheitsmarktes. Und immer mehr Bürger und Patienten erhalten digitale Therapieempfehlungen direkt von Krankenkassen und Ärzten.

EPatient Survey 2019

EPatient Analytics GmbH

Verbreitung von digitalen Gesundheits-Apps im Markt

Trotz insgesamt wachsender Nutzerzahlen wächst aber auch eine digitale Schere zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern. “Jetzt kommt Dampf in den Kessel. Die Widerstände insbesondere der Versorger schwinden, der Wettbewerb um die besten Lösungen im Markt ist im vollen Gange. Gewinnen wird, wer Markt und Zielgruppe am bestenkennt.” so Dr. Alexander Schachinger, Geschäftsführer der EPatient Analytics GmbH bei der Vorstellung des 8. EPatient Survey. Die Entwicklung betrifft allerdings nicht alle Nutzergruppen gleichmäßig. Deswegen müssen die Anbieter künftig ihre Strategien stärker an den ihren jeweiligen Zielgruppen ausrichten. Der EPatient Survey ist mit 8800 Befragten und über 140 Antwortmöglichkeiten die umfassendste Online-Befragung zum digitalen Patienten.

Marktdurchdringung therapiebezogener Apps nimmt zu

Insgesamt wurden 13 digitale Gesundheits- und Therapielösungen abgefragt. Die Nutzung von Medikamenten-Apps unter Patienten wuchs innerhalb eines Jahres von 11 auf 18 Prozent, die Verbreitung von Diagnostik-Apps verdoppelte sich von 6 auf 12 Prozent. Die Online-Terminbuchung konnte ihre Verbreitung von 24 auf 28 Prozent weiter ausbauen. Auf Platz Vier: Zweitmeinungs-Apps mit einem Verbreitungsgrad von 10 gegenüber 8 Prozent im Vorjahr. Noch nicht punkten konnte die Online-Gesundheitsakte mit aktuell 4 Prozent (2 Prozent im Vorjahr).

Ärzte und Krankenkassen wachsen in Empfehlerrolle hinein

Gesundheits-Apps überzeugen inzwischen auch die wichtigsten Player im ersten Gesundheitsmarkt. Private und gesetzliche Krankenversicherungen und die Ärzteschaft empfehlen inzwischen digitale Therapielösungen. Eine Trendwende, fast ein Dammbruch zeigt sich im Verhältnis von klassischen Gesundheitsmarkt und den neuen digitalen Angeboten. Private und gesetzliche Krankenversicherungen und die Ärzteschaft sprechen und werben immer stärker für die Nutzung digitaler Angebote. Versicherte erhalten digitale Gesundheits- und Therapieempfehlungen um das Dreifache häufiger von ihren Krankenversicherungen im Vergleich zu den Vorjahren (Zunahme von 5 auf 16 Prozent). Ebenfalls dreimal so viele Patientenerhalten von ihren Ärzten App-Empfehlungen (Zunahme von 3 auf 9 Prozent).

Digitale Anwendungen für die Arztpraxis, die Apotheke und die Online-Gesundheitsakte

In offenen Fragen wurden die Studienteilnehmer nach digitalen Anwendungsideen im Kontext Arztpraxis, Apotheke und Online-Gesundheitsakte gefragt. Aus den über 12 000 gesammelten Vorschlägen zeichnet sich in der aktuell noch laufenden Auswertung folgendes Bild ab: Neben dem Zugriff zu jeglichen Formen von Befund- und Therapiedaten, suchen Patienten insbesondere Erklärungen, Einordnungen und Verhaltensempfehlungen für ihren individuellen Alltag basierend ihrer Patientendaten.

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