KV-SafeNet

Klinikum Frankfurt Höchst etabliert erstmalig Orbis eArztbrief-Versand

Das Klinikum Frankfurt Höchst tauscht mit ausgewählten Zuweisern Arztbriefe elektronisch über KV-SafeNet aus. Dabei wird der eArztbrief direkt aus ORBIS KIS gesendet, die Niedergelassenen können ihn in ihr Praxissystem herunterladen.

Laptop

Fotolia (LosRobsos)

Prof. Dr. Ulrich Hink, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 – Kardiologie im Klinikum Frankfurt Höchst, hat gerade eine Untersuchung abgeschlossen. Er sitzt am PC in seinem Büro, vidiert den Befund und erstellt den Arztbrief. Nach seinem Okay wird beides mit einem Mausklick im Krankenhaus-Informationssystem (KIS) gespeichert.

Dieses auf ORBIS basierende Szenario funktioniert in Frankfurt so deutschlandweit zu ersten Mal und ist der Zusammenarbeit von Agfa HealthCare, dem Klinikum Frankfurt Höchst, dem Gesundheitsnetz Frankfurt (GNEF) und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen zu verdanken.

Gleichzeitig geht der Brief automatisch an den Hausarzt, der den Patienten zugewiesen hat. Wenige Minuten später in einer Praxis in der Frankfurter City: Der Arzt erwartet seinen Patienten in einer Stunde zur Besprechung.

KV Hessen bietet zentralen Server

Er möchte sich ein Bild von den Untersuchungsergebnissen machen und öffnet den Arztbrief, den er sofort mit einem Mausklick in seine Arztpraxissoftware übernimmt. Dieses Szenario ist der Zusammenarbeit von Agfa HealthCare, dem Klinikum Frankfurt Höchst, dem Gesundheitsnetz Frankfurt (GNEF) und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen zu verdanken. „KV-SafeNet bietet die sichere Kommunikationsplattform. Darauf fußt KV-Connect, ein Kommunikationsdienst, der den sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen Partnern ermöglicht.

Ein weiteres Hilfsmittel ist die einheitliche Spezifikation der KV-Telematik zum eArztbrief, die die Integration sowohl im Praxis- als auch in Krankenhaus-Informationssysteme gewährleistet“, so Dr. Thomas Engelhardt, stellvertretender Leiter der Abteilung 1 – EDV/Medizininformatik. Der Prozess ist mit dem E-Mail-Verfahren vergleichbar. Die KV Hessen betreibt einen zentralen Server. Auf diesen übersendet das Klinikum den eArztbrief, der wie eine E-Mail verpackt ist, via KV-Konnektor und über KV-SafeNet. Dort liegt das Dokument, bis der Empfänger es abruft.

Enorme Chancen der einfachen Kommunikation

Mit einem Mausklick wird der Brief geöffnet und kann im Informationssystem der Praxis gespeichert werden. „Mir entsteht kein zusätzlicher Aufwand“, sagt Chefarzt Hink und beschreibt den Workflow: „Ich schließe den Arztbrief mit einem Klick auf ‚Vidieren‘ in ORBIS ab. In dieser Sekunde wird er bereits automatisch versendet – ohne weiteren Handgriff, ohne Login in ein anderes System. Das wird alles über das KIS gesteuert. Der Brief geht über den Konnektor in KV-SafeNet und wird dort an den entsprechenden Zuweiser verteilt.“  

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