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Digitaler Gesundheitspreis 2021Mental Health App Mentalis gewinnt den ersten Platz

Das Start-up Mentalis GmbH ist mit seinem Mental-Health-Projekt der Gewinner des Digitalen Gesundheitspreises 2021. Mit dem Preis werden innovative digitale Lösungen für ein zukunftsfähiges Versorgungssystem in Deutschland ausgezeichnet.

Ideen
Fotogestoeber/stock.adobe.com

Symbolfoto

Das Projekt Mentalis, welches mit Menschen mit Depressionen, Essstörungen oder Alkoholsucht unterstützt, hat den ersten Platz bei der diesjährigen Verleihung des Digitalen Gesundheitspreises gewonnen. Im Anschluss an eine stationäre Behandlung im Krankenhaus helfen die Algorithmus-basierten Trainings und Tele-Coachings in der Übergangsphase zu einer ambulanten Therapie. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Auf dem zweiten Platz landete die Fimo Fatigue App von Fimo Health. Sie bietet eine digitale Lösung via App und Smartwatch für eine datenbasierte Analyse von Krebs- und MS-bedingter Fatigue an. 

3. Platz: Publikumspreis

Über den dritten Platz durfte erneut das Publikum entscheiden. Die knapp 450 Gäste aus dem Gesundheitswesen, der medizinischen Forschung und der Politik sowie aus der Gründer- und Digitalszene stimmten live während der Preisverleihung für ihren Favoriten ab. Die Wahl fiel auf StomAware von ICE Tech UG, Kaiserslautern, eine App für Menschen mit künstlichem Darmausgang, die den Füllstand ihres Stomabeutels in Echtzeit kontrolliert und den Träger bei einem kritischen Füllstand warnt.

StomAware durfte sich sogar gleich zweimal freuen, denn sie haben nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury überzeugt: Das Team aus Kaiserslautern hat ebenfalls den mit 10.000 € dotierten Sonderpreis #SelbstbestimmtImAlter unter der Schirmherrschaft der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gewonnen.

Laudator Franz Müntefering, Bundesminister a. D. und Vorsitzender der BAGSO, verkündete den Gewinner des Sonderpreises und zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft der Gründerszene: „Gerade Seniorinnen und Senioren können von durchdachten E-Health- Lösungen profitieren. Viele von ihnen nutzen bereits regelmäßig digitale Technologien, Apps oder Sprachassistenten, um ihren Alltag selbstständig und unabhängig zu gestalten.“

Bewertungskriterien: Wirtschaftlichkeit, Attraktivität und Skalierbarkeit

Insgesamt hatten sich knapp 70 digitale Teams aus Start-ups, Hochschulen und Stiftungen beworben. Das Spektrum der Einreichungen bildete fast alle Bereiche des Gesundheitswesens ab und reichte von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) bis hin zu innovativen Vernetzungslösungen. Bei der Auswahl der sieben Shortlistkandidaten und der Gewinner orientierte sich die prominent besetzte Jury mit zehn unabhängigen Vertretern aus dem Gesundheitswesen an den drei Grundprinzipien Wirtschaftlichkeit, Attraktivität und Skalierbarkeit.

Diese Bewertungskriterien wurden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen und Jury-Mitglied Prof. Dr. Jana Wolf wissenschaftlich definiert. Neben Frau Prof. Dr. Wolf verstärkten das Expertengremium: Benjamin Bauer, Prof. Dr. Andreas Beivers, Gerlinde Bendzuck, Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Prof. Dr. med. Jochen Klucken, Anne Seubert, Manouchehr Shamsrizi, Tim Steimle und Dr. Regina Vetters. Die Bewerbung für den Digitalen Gesundheitspreis 2022 ist ab dem 1. Oktober 2021 möglich.

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