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GründungOsnabrück Healthcare Accelerator unterstützt Start-ups

Start-ups im Gesundheitswesen haben es oft schwerer als in anderen Branchen. Der neu gegründete Osnabrück Healthcare Accelerator (OHA) unterstützt ab sofort junge Gründerinnen und Gründer.

Oliver Volckmer und Katharina Lutermann
Ingmar Bojes/WFO

Katharina Lutermann und Oliver Volckmer vom OHA freuen sich auf viele Bewerbungen von Start-ups.

„Der OHA bietet Menschen mit einer spannenden Idee im Healthcare- und Life Science-Bereich ein breites Unterstützungsprogramm, um ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln“, berichtet Ralf Minning, Geschäftsführer des OHA und der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO). Dafür stellt der Accelerator über eine Förderphase von sechs Monaten Seminare und Workshops mit Gründungswissen, individuelle Coaching- und Mentoring-Angebote, kostenlose Büroinfrastruktur im Osnabrücker Hafen sowie ein großes Unterstützungsnetzwerk zur Verfügung.

Bis zum 7. November 2021 können Bewerbungen eingereicht werden, am 19. November findet der erste Pitch-Day statt. „Hier können sich die Start-ups mit ihrer innovativen Idee unseren Gesellschaftern und Kooperationspartnern präsentieren“, erläutert Oliver Volckmer, Start-up-Manager im OHA. „Unsere Partner bewerten die Ideen und deren Marktpotential und wählen im Anschluss 3-5 Startups für den ersten Förderzeitraum von Januar bis Juni 2022 aus.“

Als Initiatorin des neuen Accelerators übernimmt die WFO die Federführung beim Betrieb des OHA und hat bereits ein breites Netzwerk aufgebaut. „Wir bringen im OHA Start-ups mit der etablierten (Gesundheits-) Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um das Gesundheitswesen von morgen aktiv mitzugestalten und Osnabrück zur Modellregion für Innovation in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln“, führt Minning aus.

Die Stadt Osnabrück hat jeweils 100 000 Euro für die kommenden fünf Jahre bewilligt. Organisiert als Public Private Partnership wird das neue Gründungszentrum von einer Beteiligungsgesellschaft mit über 30 privaten Akteuren getragen, darunter Kliniken, niedergelassene Ärzte, Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, IT-Firmen sowie Rechts- und Strategieberatungen. In mehr als 350 Gesprächen haben Minning und seine Mitarbeitenden aber nicht nur Gesellschafter für das Projekt gewinnen können, sondern in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Osnabrück auch erste Kooperationspartner begeistert. Ob Kliniken, Krankenkassen, Pflegeheimträger, Therapeuten oder Apotheken: Das Interesse sei sehr groß, mithilfe des OHA am Puls der Zeit zu bleiben, das eigene Netzwerk auszubauen und Mitarbeitende in innovativen Methoden und Technologien weiterbilden zu können.

Auch mit dem Gesundheitscampus von Hochschule und Universität Osnabrück arbeitet der OHA im Rahmen der Start-up School eng zusammen. „Hier wollen wir den Gründungsfunken entzünden und die Studierenden an unternehmerisches Denken heranführen“, so Katharina Lutermann, Start-up-Managerin im OHA. Viele junge Menschen hätten sehr spannende Ideen zur Verbesserung der Patientenversorgung oder für ein anderes, neues Arbeiten im Gesundheitswesen. Es fehle aber häufig das Wissen, die Erfahrung oder der Mut, diese Innovationen in die Umsetzung zu bringen. „Deshalb braucht es Orte wie den OHA, um Gründungswillige zu ermutigen, zu vernetzen und ganz konkret zu unterstützen“, ist sich Lutermann sicher. „Wir freuen uns über Bewerbungen von Menschen, die mit ihrer Idee das Gesundheitswesen von morgen gestalten wollen.“

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