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Chirurgie

Roboter assistiert bei Herzklappen-Eingriff am Universitätsklinikum Jena

Herzchirurgen am Universitätsklinikum Jena (UKJ) haben für Eingriffe an der Mitralklappe im Herzen den DaVinci-Operationsroboter eingesetzt. Seit 2011 verfügt das UKJ über einen DaVinci-Operationsroboter, der zunächst in der Klinik für Urologie in der Lessingstraße angesiedelt war.

Operationsroboter

UKJ/Schroll

Mit Unterstützung des DaVinci-Operationsroboters behandeln Herzchirurgen am Universitätsklinikum Jena eine erkrankte Mitralklappe im Herzen. Der Operateur (links im Bild) sitzt an einer Konsole, über die er die Instrumente steuert, die an den Roboterarmen befestigt sind.

Seit dem Umzug in den Klinikumsneubau im Mai 2017 befindet sich das komplexe System im neuen OP-Trakt in Gebäude A in Lobeda. Minimalinvasive Eingriffe – bei denen sozusagen „durchs Schlüsselloch“ operiert und das Brustbein nicht durchtrennt wird – sind in der Jenaer Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie seit Jahren Standard.

Mit der Unterstützung durch den Operationsroboter ist nun eine enorme Weiterentwicklung möglich. Der Operateur, der etwas entfernt vom Operationstisch an einer Konsole sitzt, sieht das Operationsfeld vor sich auf dem Bildschirm in 3D-Optik und zehnfach vergrößert. „Die Sicht ist somit deutlich besser als bei einem herkömmlichen Eingriff“, so Prof. Doenst, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie.

Zahlreiche Vorteile für Patienten

Über Steuerknüppel lenkt er mit den Händen die elektronischen Roboterarme, an denen die Operationsinstrumente befestigt sind. Selbst kleinste Bewegungen lassen sich so haargenau ausführen. „Die Instrumente können im 360-Grad-Winkel bewegt werden – diese Beweglichkeit und die Präzision übertreffen die Fähigkeiten der menschlichen Hand“, so Prof. Doenst.         

Ein Eingriff an der Mitralklappe wird notwendig, wenn deren Funktion gestört ist – die Klappe entweder nicht vollständig schließt, undicht ist oder sich nicht weit genug öffnet. Ohne Behandlung kann das Herz irreparable Schäden erleiden. Für den roboterunterstützten Eingriff sind nur kleine Schnitte nötig, um die Instrumente einzuführen. „Für unsere Patienten bedeutet dies: geringerer Blutverlust, weniger Wundschmerz und eine noch schnellere Mobilisation nach der Operation“, so Prof. Doenst.

Ob sich alle erhofften Vorteile des Robotereinsatzes bei Herzeingriffen langfristig bestätigen, soll jetzt eine Studie zeigen. Neben den Standardverfahren bei Erkrankungen der Mitralklappe soll der DaVinci-Operationsroboter zukünftig auch bei weiteren Operationsmethoden der Herz- und Thoraxchirurgie am UKJ zum Einsatz kommen.

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  • DaVinci-Operationsroboter
  • Universitätsklinikum Jena (UKJ)
  • Prof. Doenst
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