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BenchmarkstudieVerbesserter Digitalisierungsindex im Gesundheitswesen

Der Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020 der Deutschen Telekom bewertet die Digitalisierung im Gesundheitswesen besser als im Vorjahr. Digitale Fortschritte sind vor allem im Bereich Datenschutz und Patientenbeziehung zu verzeichnen.

So digital ist das Gesundheitswesen
Deutsche Telekom AG
So digital ist das Gesundheitswesen

Online-Terminbuchung, digitaler Wissenstransfer oder digitale Arztbriefe sind nur einige Beispiele dafür, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranschreitet. Davon profitieren sowohl medizinische Abläufe als auch die dafür notwendigen Organisations- und Verwaltungsprozesse. Insgesamt hat sich der Digitalisierungsindex des Gesundheitswesens im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 55 von 100 erreichbaren Punkten verbessert. Das ist das Ergebnis der Benchmarkstudie Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020, die techconsult zum vierten Mal im Auftrag der Telekom erstellt hat. Damit landen Träger und Einrichtungen des Gesundheitswesens im Vergleich aller Branchen im Mittelfeld.

Digitalisierung Teil der Geschäftsstrategie

56 Prozent der Einrichtungen innerhalb des Gesundheitswesens haben die Digitalisierung inzwischen fest in ihrer Geschäftsstrategie verankert. Digitale Fortschritte identifizierte die Studie insbesondere in den Bereichen IT-Informationssicherheit und Datenschutz (plus 3 Punkte) und Beziehung zu Patienten (plus 1 Punkt). Ein digitaler Informationsaustausch findet bei 42 Prozent der Unternehmen bereits statt. 52 Prozent der medizinischen Einrichtungen nutzen die digitale Übertragung für den fachlichen Austausch. Der Transfer von gewonnenen Erkenntnissen innerhalb der Fachdisziplinen oder interdisziplinär zwischen Ärzten, Pharmazeuten, Physiotherapeuten bis hin zu Forschungseinrichtungen an Universitäten ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die medizinische Betreuung und Behandlung. Umso wichtiger ist die Vernetzung.

Künstliche Intelligenz immer wichtiger

Krankenhäuser und vor allem Pflegeeinrichtungen sehen in Künstlicher Intelligenz (KI) enormes Potenzial. 13 Prozent aller medizinischen Einrichtungen verfolgen konkrete Pläne für den Einsatz von KI innerhalb der nächsten zwei Jahre. Die Einsatzgebiete von KI im Gesundheitswesen sind vielfältig. So reichen die Anwendungen von medizinischen Chatbots bis zu bilderkennenden Verfahren in der Diagnostik. In der Pflege bietet die Robotik vielseitige Möglichkeiten, um das Personal zu entlasten.

Digitalisierung kein Selbstläufer

Die größte Herausforderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen sehen Einrichtungen darin, den Schutz von besonders sensiblen Daten sicherzustellen (44 Prozent). Zudem scheuen medizinische Unternehmen hohe Investitionskosten (38 Prozent). Aber auch die Gewährleistung der IT-Sicherheit und der Zeitmangel (je 36 Prozent) gelten für Unternehmen als Hürde, digitale Vorhaben anzustoßen. Der Zeitmangel wird vor allem in kleineren Unternehmen wie Arztpraxen (40 Prozent) oder Pflegeeinrichtungen (50 Prozent) zum Problem.

Top-Performer besonders erfolgreich

Je höher der Digitalisierungsgrad, umso höher ist die Zufriedenheit mit den Betriebskennzahlen oder generell mit der Produkt- und Servicequalität der erbrachten Leistungen. Das zeigt der Vergleich der Gesamtgruppe des Gesundheitswesens mit den Top-Performern, deren Digitalisierungsindex bei 83 Punkten liegt. 87 Prozent der Top-Digitalisierer verweisen auf eine Verbesserung der Produkt- und Servicequalität, bei den übrigen medizinischen Einrichtungen sind es lediglich 60 Prozent. Mit dem Gewinn neuer Patienten sind 81 Prozent der Top-Performer und 53 Prozent der restlichen Einrichtungen zufrieden. 80 Prozent der Top-Performer äußerten sich zufrieden mit dem Umsatz, bei den übrigen medizinischen Einrichtungen sind es nur 34 Prozent.

Kostenloser Self-Check

Analysten von techconsult befragten im Sommer 2019 rund 2100 kleine und mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen über den aktuellen Stand ihrer digitalen Transformation. Die Indexwerte bieten eine valide Messgröße für unterschiedliche Digitalisierungsaspekte.

Der aktuelle Gesamtstudienbericht sowie weitere Branchenberichte stehen ab sofort zum Download bereit. Unternehmen, die sich für den eigenen digitalen Status quo interessieren, können diesen in einem kostenlosen Online-Self-Check in wenigen Minuten ermitteln.

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