Forschungsprojekt

„Was hab‘ ich?“ Patientenbrief wird automatisiert

Damit die patientenfreundlichen Entlassbriefe an allen Krankenhäusern in ganz Deutschland eingesetzt werden können, plant das Dresdner Unternehmen „Was hab‘ ich?“ eine automatisierte Version.

Was hab‘ ich? Patientenbrief

Foto: Was hab‘ ich?

Bereits seit Herbst 2015 bietet „Was hab‘ ich?“ an einer Pilotklinik den sogenannten Patientenbrief an. Patienten erhalten damit nach dem Krankenhausaufenthalt zusätzlich zum Entlassbrief eine leicht verständliche Version mit individuellen Informationen zu Diagnosen, durchgeführten Untersuchungen, zum Medikamentenplan und zu gesundheitsförderlichem Verhalten. Noch wird jeder Patientenbrief manuell durch die bei „Was hab‘ ich?“ hauptamtlich beschäftigten Ärzte erstellt. Doch um das Produkt massentauglich zu machen und somit möglichst vielen Patienten helfen zu können, möchte das gemeinnützige Unternehmen jetzt einen automatischen Patientenbrief entwickeln. Das Forschungsprojekt wird aus Mitteln des Innovationsfonds der Bundesregierung gefördert.

Für den „Was hab‘ ich?“-Geschäftsführer und sein Dresdner Team ist das neue Forschungsprojekt der logische Schritt zu mehr Wirkung: „Wir glauben, dass Patienten ihre Erkrankungen verstehen müssen, um diesen bewusst entgegen zu treten. Alle Patienten, die in Deutschland aus einem Krankenhaus entlassen werden, sollten daher standardmäßig leicht verständliche Gesundheitsinformationen rund um ihren Klinikaufenthalt erhalten“, so Jonietz.

Über 1.400 Patientenbriefe hat das gemeinnützige Unternehmen bereits manuell für die Patienten der Pilotklinik erstellt. Die Ärzte benötigen pro Brief aktuell etwa eine Stunde – mit der automatisierten Erstellung einer leicht verständlichen Erklärung könnte diese Zeit komplett eingespart werden. Im Juli 2017 wird man mit der Arbeit an dem automatisierten Patientenbrief beginnen. Die Evaluation des Forschungsprojekts übernimmt der Bereich Allgemeinmedizin der Technischen Universität Dresden.

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