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Personalnotstand60 Mitarbeitende im DRK Krankenhaus Alzey erkrankt

Eine hohe krankheitsbedingte Ausfallquote bei gleichzeitigem Fachkräftemangel setzt dem DRK Krankenhaus Alzey aktuell schwer zu. Fast alle Operationssäle mussten geschlossen werden.

Alarm
Bildgigant/stock.adobe.com

Symbolfoto

Ein hoher Krankenstand von beinahe 60 Pflegekräften macht dem DRK Krankenhaus in Alzey schwer zu schaffen. Der Ausfall könne aufgrund des herrschenden Fachkräftemangels nicht kurzfristig ausgeglichen werden, sagte der kaufmännische Direktor der Klinik, Michael Nordhoff. Die Folgen seien gravierend. So mussten so gut wie alle Operationssäle geschlossen werden. „Weil wir momentan zu wenig Leute haben, können wir nur Notoperationen und dringliche Eingriffe in einem OP-Saal vornehmen“, erklärte Nordhoff.

Außerdem nehme man aktuell keine Verletzten nach Verkehrsunfällen auf. Sie kämen in umliegenden Krankenhäusern unter. Die Ursache für den hohen Krankenstand könnte zum einen an einer Erkältungswelle liegen, zum anderen seien viele Pflegekräfte nach fast zwei Jahren Corona-Pandemie erschöpft, vermutet Nordhoff. „Der Mehraufwand aufgrund der Pandemie ist extrem belastend. Irgendwann ist dann mal Schicht im Schacht“, fügte er hinzu. Seinen Angaben zufolge gibt es in der Klinik insgesamt 440 Mitarbeitende.

Von der Krankheitswelle betroffen seien 41 examinierte Pflegekräfte. Außerdem seien weitere 15 Personen erkrankt, die ebenfalls in der Pflege beschäftigt sind – etwa Auszubildende oder Frauen und Männer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Wie Nordhoff sagte, gibt es in der Klinik aktuell 14 Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, bei sechs weiteren bestehe ein entsprechender Verdacht. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über die Situation berichtet.

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